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Das LTG holt den Landestitel im Rudern nach Prien

Das Resümee einer Trainingslagerwoche:

Nachdem die Rudermannschaft des LTGs im Jahr 2017 der Nationalmannschaft der Kanuten am Leistungszentrum für Kanu und Rudern in Oberschleißheim den Vortritt lassen musste, d.h. die gültige Buchung des LTGs wurde vom Leistungszentrum storniert, konnte 2018 die langjährige Tradition der LTG-Ruderer weiterleben.

Zusammen mit 15 Schülern aus Ising bereiteten sich 16 Schüler des LTGs im Rahmen eines einwöchigen Trainingslagers auf das Landesfinale der Schulmannschaften vor. Bei idealen äußeren Bedingungen während der ganzen Woche arbeitete der Trainer M. Böswald mit Hilfe von E. Hein an der individuellen Technik der einzelnen Ruderer sowie am technischen Zusammenspiel der vier Ruderer je Bootsmannschaft. Untermalt wurden die Technikeinheiten mit mehreren Videoanalysen sowie mit Leistungstests in den Booten und an Ruderergometern. Obwohl das Rudern an den Händen und Muskeln deutliche Spuren hinterließ, war die Stimmung während der ganzen Woche ungetrübt gut und es wurde insgesamt viel „geblödelt“. In den Trainingspausen blieb auch genug Zeit, um unter den wachsamen Augen der Lehrer eine Abkühlung im kühlen Nass zu genießen.

Der Donnerstagnachmittag stand bereits im Vorzeichen des abschließenden Wettkampftags, den Landesmeisterschaften der Schulen: nur noch vier Trainingskilometer mit zwei Wettkampfstarts, Reinigen der Boote, kohlehydratreiche Kost und einer Wettkampfbesprechung mit organisatorischen und taktischen Schwerpunkten. Am Freitag, den 20.07.2018 traten die drei Boote des LTGs in den Wettkampfklassen II und III in der Bootsklasse Gig 4x+ an. Mit jeweils drei Vorläufen in diesen Wettkampfklassen qualifizieren sich nur der Vorlauferste und der Vorlaufzweite für den jeweiligen Finallauf mit je sechs Booten. Dass zwei der drei Priener Boote in den Vorläufen ausgeschieden sind, ist bedauerlich, schmälert aber nicht die Freuden über den Erfolg des dritten Boots. Die Mannschaft um den Schlagmann Finn Söllner mit Severin v. Zumbusch, Korbinian Kudernatsch und Andreas Niedermayer an den Skulls und Lucas Kast am Steuer setzte sich souverän gegen 17 weitere Teams aus ganz Bayern durch und holte an der Ruderregattastrecke Oberscheißheim den Landestitel der Wettkampfklasse III nach Prien. Vor den Augen eines kleines „Fanclubs“ aus Prien und ihrem Trainer Martin Böswald, dominierte die Mannschaft ihren Vorlauf sowie das Finale und errang verdient den Sieg. Das ganzjährige Training und die harte Trainingslagerwoche am Leistungszentrum für Rudern in Oberschleißheim mit ca. 80 Trainingskilometern hat sich ausgezahlt: Hurrah! :-)

Martin Böswald

Das Rudern am LTG: eine 60jährige Tradition lebt fort

Ein Rückblick auf eine ganz besondere Woche rund um den Rudersport am LTG

Eigentlich wollte die Rudermannschaft um M. Böswald wie alle Jahre im Rahmen des „Ruderlagers“ auf der Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim intensiv trainieren. Und eigentlich wollte man neben den Ruderkilometer noch eine Woche Freude und Spaß im Team haben. Und eigentlich wollte man am Ende dieser Trainingswoche mit dem Landesfinale die Früchte der Arbeit ernten. Aber es kam anders. Die Reservierung für Unterbringung direkt an der Olympiaregattastrecke wurde durch den Betreiber storniert, weil sich die deutsche Nationalmannschaft der Kanuten dort zu einem dreiwöchigen Trainingslager anmeldete. Ganz nach dem Schafkopfmotto: „Ober sticht Unter“.

Aber aus einem Laster wurde eine Tugend gemacht:

M. Böswald disponierte um. Als Trainingsgelände wurde der Chiemsee gewählt, als Herberge das eigene Zelt und als teambildende Maßnahme die Feier zum 60jährigen Bestehen des Schülerruderns, die gemeinsame Übernachtung im Zelt und die gemeinsame Inselrundfahrt als Abschluss der Trainingswoche. Im Folgenden die Stationen der Woche im Einzelnen: Statt dass am Montag, den 17. Juli um 7:15 Uhr ein Klingeln den Beginn des Unterrichts verkündete, trafen sich die ersten beiden Mannschaften um 8:00 Uhr zum Training am Chiemsee. Die offizielle Unterrichtsbefreiung wurde mit 20 Kilometern Technik- und Intervalltraining quittiert. Um 13:00 Uhr hieß es Schichtwechsel und die beiden anderen Teams wurden auf Technik und Leistung getrimmt.

Am Dienstag die Wiederholung vom Montag.

rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_25_20170925110408-b58a9879-me.jpg Wieder jeweils zwischen 15 und 20 Kilometer für jedes der Teams. Am Mittwoch Training nur am Vormittag für zwei Teams, ehe sich um 13:00 Uhr alle 22 Schüler des Wahlfachs Rudern an der Bootshalle des Rudervereins Prien trafen. Es gab viel zu tun, ehe um 15:00 Uhr die ersten Gäste für die Jubiläumsfeier erwartet wurden. Man marschierte zum Herrenberg, um dort Zelte für die gemeinsame Übernachtung auf dem Anwesen des ersten Vorsitzenden des Rudervereins Prien M. Aufenanger zu errichten. Danach wurde die Bootshalle für eine Feier mit circa 100 Gästen auf die Feierlichkeiten getrimmt. Nach den Feierlichkeiten (vgl. eigener Bericht) marschierten die Schüler zum Grundstück der Familie Aufenanger am Herrenberg, um die Nacht in Zelten zu verbringen. Donnerstag: Mehr oder weniger gut ausgeschlafen erschienen die Schüler und die beiden Lehrer M. Böswald und Elke Hein zum Frühstück. Nach dieser gemeinsamen Stärkung stand als Abschluss der Trainingswoche eine gemeinsame Inselrundfahrt auf dem Programm. Mit vier Gig-Vierern und einem einem Gig-Zweier mit jeweils einem Steuermann umrundeten die 23 Schüler in Begleitung von M. Böswald im Motorboot die Herreninsel, die Fraueninsel und die Krautinsel und kehrten müde an den Steg des Rudervereins zurück. Weil am nächsten Tag das Landesfinale an der Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim auf dem Programm stand, mussten nun noch die Boote verladen werden

Freitag - Landesfinale:

Im Rahmen des Landesfinales wird in verschiedenen Bootsklassen jeweils der Landessieger ermittelt, wobei dieser in einigen Bootsklassen Bayern beim Bundesfinale in Berlin im Herbst vertreten darf. Zum Landesfinale reisen viele dutzend bayerische Schulen mit einigen hundert Schüler aus ganz Bayern an, um um den Landesmeistertitel und die vorderen Plätze zu wetteifern. Die erfolgreichsten Schulen waren in den letzten Jahren die beiden Dachauer Gymnasien sowie das Deutschhau-Gymnasium in Würzburg. Diese Schulen haben Regattaruderer in ihren Reihen, die durch die ortsansässigen, auf Spitzensport ausgelegten Vereine drei- bis viermal die Woche auf Leistung trainiert werden.

rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_25_20170925105423-0b1c4f84-me.jpgDas LTG startete mit vier Booten in der Bootsklasse Gig-Vierer mit Steuermann. Ein Mädchenboot in der Altersklasse III, zwei Jungenboote in der Altersklasse III und ein Jungenboot in der Altersklasse II. Das heißt, dass insgesamt 20 LTG-Schüler am Landesfinale teilnahmen. In der Bootsklasse Gig-Vierer mit Steuermann musste man sich über einen Vorlauf qualifizieren, um im Endlauf um den Landestitel zu rudern. Das gelang dem Jungenboot 1, in der Altersklasse III  (im Endlauf 6.) und dem Jungenboot in der Altersklasse II (im Endlauf 5., mit nur einigen wenigen Sekunden Rückstand zum Platz 2). Die anderen beiden Boote schieden in den Vorläufen aus, das Mädchenboot als knapp geschlagene vierte Mannschaft.

M. Böswald

Jubiläumsfeier 60 Jahre Schülerrudern am LTG

Bei herrlichem Wetter waren am 19. Juli 2017 ab 15:00 Uhr die Eltern und Geschwister der Schüler aus dem Wahlfach geladen: zum Kaffeetrinken, zum Schnupperrudern, zum Dialog und Austausch rund ums Rudern. Viele Eltern folgten der Einladung und steuerten zum Kuchenbuffet leckere Kuchen bei. Am Rudersteg hieß es immer wieder für drei Anfänger: „Mannschaft fertig machen zum Einsteigen….“. Die Position des Steuermanns und des Schlagmanns waren mit erfahrenen Schülern belegt, die Plätze eins, zwei und drei in der Haselbach wurden an interessierte Eltern und Geschwister vergeben. Außerdem war ein Jugendrenneiner im Dauereinsatz, an dem sich die Schüler des Wahlfachs versuchten. Nachdem die Temperaturen wirklich sommerlich waren, suchten viele Schüler und zum Teil auch Eltern Erfrischung im See.

Der Einladung zur offiziellen Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen des Schülerruderns am LTG war eine große Zahl von Gästen gefolgt. Neben Eltern, Geschwistern und Verwandten der Schüler im Wahlfach Rudern versammelten sich auch etliche geladene Gäste bei sommerlichen Temperaturen am Bootshaus des Rudervereins Prien in der Stippel-Werft. rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_25_20170925105618-0b2d5101-me.jpgIn seiner Begrüßungsrede gab M. Böswald in seiner Funktion als Sportlehrer und Rudertrainer am LTG einen geschichtlichen Rückblick und beleuchtete den Rudersport am LTG aus heutiger Sicht. Dabei dankte er auch seinem Vorgänger B. Mühlfriedel, der Schulleitung, dem Elternbeirat, dem Förderverein, den Vorständen des Rudervereins und nicht zuletzt den beteiligten Eltern für die Unterstützung im Sinne des Ruderns am LTG. Anlässlich des Jubiläums hatte M. Böswald im Ruderverein bereits im Vorfeld des Jubiläums den Anstoß gegeben, ein neues Regattaboot anzuschaffen und es „Ludwig Thoma“ zu taufen. Der Anstoß mündete in einen Spendenaufruf, dem der Elternbeirat mit der Vorsitzenden B. Bolz, der Förderverein mit dem Vorsitzenden G. Schwarzer und die Gemeinde Prien, vertreten durch den dritten Bürgermeister A. Schelhas an Ort und Stelle folgten. Im Namen aller nachfolgenden Rudergenerationen am LTG dankte M. Böswald herzlich für diese Gelder und lud alle Anwesenden zum Spenden ein. Ebenfalls anlässlich des 60jährigen Jubiläums hatte er Trikots angeschafft, die fortan bei der Teilnahme an den Landesfinalen im Rudern verwendet werden sollen.

In seiner Funktion als erster Vorsitzender des Rudervereins richtete M. Aufenanger einige Worte an die Gäste und erinnerte daran, dass der Verein erst 1990 ins Leben gerufen wurde und damals auf die von der Schule geschaffene Infrastruktur zurückgriff. Heute hat sich diese Situation gewandelt und das LTG profitiert von den tollen Rahmenbedingungen, die der Verein mit der Errichtung der neuen Bootshalle und zahlreichen Anschaffungen geschaffen habe. Alles in allem sei das Schülerrudern auch fortan ein wichtiges Anliegen des Rudervereins, was auch in der Satzung so festgelegt sei. In den beiden nachfolgenden Reden stellten der Schulleiter C. Metken sowie der dritte Bürgermeister und Sportreferent der Gemeinde A. Schelhas die Bedeutung des Ruderns am LTG hervor und dankten M. Böswald für dessen Engagement für das Rudern am LTG sowie den Verantwortlichen im RVP. Nach diesen Reden waren die Gäste zu Grillbuffet und Fassbier geladen und die Abiturientin V. Schader am E-Piano gab dazu einen wunderbaren musikalischen Rahmen. Untermalt von der herrlichen Kulisse am See genossen viele Gäste den Abend bis die Schüler sich auf den Weg zum Herrenberg machten, um dort in Zelten die Nacht zu verbringen.

M. Böswald

Zwei vierte Plätze, ein geplatzter Traum und ein geplatzter Reifen – Das Trainingslager Rudern 2016

Während die knapp 1000 Schüler des LTGs am Montagmorgen, den 18. Juli bereits die Schulbank drückten und die meisten Lehrer ihre liebe Not hatten, ihre Schüler motivationstechnisch bei der Stange zu halten, kamen die Ruderer des LTGs mit Koffern und Taschen zur Schule, um zusammen mit dem LSH Ising eine Woche ins Trainingslager zu fahren.

Unter der Aufsicht von Frau Hein startete der Reisebus mit dem Großteil des Teams in Richtung Oberschleißheim, seit Olympia 1972 ein Leistungszentrum für Rudern, während einige erfahrene Jungs Herrn Böswald zur Hand gingen, um vier Gig-Vierer sowie zwei Einer-Boote und die restliche Ausrüstung transportfähig zu machen und zu verladen. Trotz dieses „Abriggens“ und Verladens und dem Transport der Boote kamen alle pünktlich zum Mittagessen in Oberschleißheim an. Weil das Trainingszentrum nur noch eine sehr begrenzte Bettenzahl hat, mussten vier Jungs und Herr Böswald noch eine Fahrt nach Dachau auf sich nehmen, um dort im Jugendgästehaus ihre Zimmer zu beziehen. Für den Rest der Woche bedeutete das auch ein tägliches Pendeln zwischen Dachau und dem Leistungszentrum. Trotz all dieser erschwerenden Umstände begann die Trainingswoche dennoch mit 16 Kilometern am Montagnachmittag. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag folgten ca. 60 weitere Trainingskilometer mit der Zielsetzung alle Boote technisch besser und damit schneller zu machen. Das Trainingslager in Oberschleißheim baut auf dem Training während des Schuljahres auf und stellt mit dem Landesfinale aller bayerischen (Schul-)mannschaften im Rudern das Highlight des Trainingsjahres dar. Vier Ruderer an den „Skulls“ und ein Steuermann bilden eine Bootsmannschaft. „Das Gleiche tun“ – so lautet stark vereinfacht die Devise für den Rudersport in Mannschaftsbooten. Darin liegt auch die Schwierigkeit, denn Auslage, Setzen, Anrollen, Stemmen, Ziehen, Endzug, Ausheben und Vorrollen müssen im Einklang erfolgen, um effektiven Vortrieb zu erzeugen. Eben diesen Bewegungsablauf gilt es im Team zu erlernen und zu automatisieren. Während die beiden Boote der Wettkampfklasse Jungen III mit fünf Neueinsteigern besetzt waren, ruderten in den beiden Booten der Wettkampfklasse II nur erfahrene Ruderer. Der Einsatz von Videoaufnahmen zur Bewegungsanalyse war jedoch für alle Teams aufschlussreich.

Am Freitag, am Tag des Landesfinales, dem großen Showdowns aller bayerischen Schulen war eine große Fangemeinde von Eltern an die Regattastrecke gekommen, um ihre Kinder lautstark anzufeuern. Sie durften miterleben, wie zwei der vier Boote in die Finalläufe einzogen und dort leider jeweils nur vierter wurden. Gerade für das Boot mit Steuermann Borgmann Maximilian, Schlagmann Lukas Schneiderreit und Sebastian Seeburger, Constantin Leutloff und Michael Seidl war es eine äußerst knappe Angelegenheit, denn das drittplatzierte Boot hatte nur ca. zwei Meter Vorsprung. So platzte für die Jungs sowie für ihren Trainer M. Böswald der Traum, in dieser heißumkämpften Bootsklasse einen „Stockerlplatz“ zu erreichen. Heißumkämpft ist diese Bootsklasse GigX+ Jungen II wegen der Tatsache, dass das siegreiche Team Bayern im Bundesfinale in Berlin vertreten darf. So bestand die Konkurrenz ausschließlich aus Regattamannschaften, die mehrmals wöchentlich in einem Verein trainieren und zahlreiche Regatten auf Verbandsebene rudern. Deswegen ist dieser vierte Platz sehr hoch einzuschätzen. Insgesamt war dieses Landesfinale für alle Schüler die Gelegenheit, sich mit den besten bayerischen (Schul-)mannschaften zu messen und die Erfahrung einer Regattateilnahme zu machen. Das Trainingslager war für alle Beteiligten eine Gelegenheit, sich als Team zu fühlen und Schule einmal anders zu erleben. Einmal nicht im Klassenzimmer sondern in einem Boot, einmal nicht auf einem Stuhl sondern auf einem Rollsitz, einmal nicht mit einem Stift in der Hand sondern mit zwei Skulls in den Händen…. Während im Landesfinale der Traum des ganz großen Erfolgs für das LTG platzte, platzte auf dem Heimweg ein Reifen des Bootsanhängers. Glücklicherweise ist nichts passiert und M. Böswald und der Zehntklässler Tobias Zintl, der mit im Kleinbus saß konnten die Reifenpanne beheben und die Fahrt fortsetzen.

Die Fortsetzung des Rudersports am LTG erfolgt im neuen Schuljahr wieder im Rahmen des Wahlfachs Rudern sowie mit der Neuauflage des Trainingslagers im Juli 2017.

M. Böswald

Weitere Berichte Schülerrudern

Alte Berichte des Teams.

wiki/ltg.txt · Zuletzt geändert: 2018/07/25 07:55 von schriftfuehrer