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Berichte

Anrudern am 1. Mai 2019

b7ffc082-96d3-402e-b120-fb35c8cbe9fb.png Der Termin für unser diesjähriges Anrudern stand schon lange fest und wir hofften, an dem Tag bei Sonnenschein und bereits warmen Temperaturen die Rudersaison offiziell eröffnen zu können. Zwei Tage vor dem Termin hatte Dauerregen mit Schnee über ca 800 Höhenmeter eingesetzt und es war nicht vorstellbar, dass das Wetter sich ändern würde. Aber unsere Gebete zu Petrus wurden scheinbar erhört, denn am 1. Mai 2019 hatten wir tatsächlich Sonnenschein, kaum Wind und recht warme Temperaturen. So fanden sich tatsächlich 20 Ruderer Vormittags an unserem Bootshaus ein und wollten die Rudersaison traditionell mit einem Ausflug nach Gollenshausen zum Mittagessen eröffnen. Bei der Bootseinteilung kam Martin auf die Idee, unseren seit über einem Jahr unbenutzten Riemen Achter aus seinem Winterschlaf zu erwecken. Es waren genug Leute da, die die spontane Idee von Martin gut fanden und sich bereit erklärten, Riemen zu rudern. Dafür musste aber erst einmal das Boot von ganz oben runtergehoben und aufgeriggert werden. Gesagt, getan. Mit so viel tatkräftiger Unterstützung wurden wir auch schnell fertig. Allerdings mussten einige Kleinigkeiten noch am Boot behoben werden, wie z.B. fehlende Fußbefestigung am Stemmbrett an einem der Plätze; einige fehlende Schrauben und zwei nicht ruderbare Riemen mussten ausgetauscht werden. Aber wo ein Wille, da auch ein Weg und schließlich waren wir soweit, die nächste Hürde zu nehmen, nämlich das lange Boot zu unserem Steg zu bringen. Das funktionierte wider Erwarten erstaunlich einfach. Mit dem schmalen Rennboot kamen wir gut um die Ecken und unser Rudersteg erwies sich zu unserer großen Überraschung auch als lang genug. So konnte die Reise nach Gollenshausen losgehen. Die anderen beiden Boote, zwei C-Gig Vierer mit Steuermann hatten bereits schon abgelegt und so folgten wir mit dem Achter nach. Toni begleitete uns noch in einem Einer, hat den Achter allerdings recht schnell überholt. Denn so ein Renn-Riemen Achter ist nicht so einfach zu rudern; die Technik sollte bei allen Ruderern vorhanden sein. Da einige von uns seit einigen Jahren schon keine Riemen mehr gerudert waren, hing das Boot ziemlich nach Backbord und es ließ sich auf die gesamte Fahrt – trotz des rausgehängten Beins unserer Steuerfrau – nicht beheben. Aber wir erreichten Gollenshausen und freuten uns über eine kleine Stärkung in geselliger Runde. Insgesamt ein gelungener Saisonauftakt und wir hoffen auf einen sonnige und windarme Sommer mit vielen Ruderkilometern.
Eszter Hauer

Osterwanderfahrt 2019 – Main&Rhein

Traditionell starteten wir auch dieses Mal unsere Osterwanderfahrt an Karfreitag. Haselbach und Simssee abriggern, aufladen, Schwimmwesten durchzählen, Bootshaken, Schwämme und Schöpfer, etc. in den Hänger – was man halt‘ so braucht. Dann ging es für Regine, Charlotte, Regina, Friedrich, Klaus, Claudia, Martin und Anja Richtung München, um den gemieteten 9-Sitzer abzuholen, der uns die nächste Woche begleiten sollte und schließlich Richtung Marktheidenfeld. Der Osterverkehr staute sich erwartungsgemäß Richtung Süden, so dass wir ohne große Verzögerung gegen Nachmittag in Marktheidenfeld ankamen und die Boote fertig machen konnten während Moritz von Bonn kommend zu uns stieß. Den Hänger fuhren Martin und Anja dann noch nach Mainz, wo nach der Mainstrecke die Simssee aufgeladen werden sollte. Am Samstag ging es dann zur Eingewöhnung auf eine kleine Strecke(22 km) mit zwei Sportbootschleusen in Lengfurt und Eichel, die problemlos auch von den Schleusenneulingen gemeistert wurden. Am Ostersonntag ging es dann von Wertheim über die Schleusen Faulbach und Freudenberg nach Miltenberg (32,4 km). Insgesamt eine sehr idyllische Strecke mit (osterbedingt) wenig Schiffsverkehr. Mittags konnten wir in Dorfprozelten einkehren. Miltenberg ist ein wirklich hübscher Ort mit viel Fachwerk und nach eigenen Angaben einem der ältesten Gasthöfe Deutschlands. Übernachtet haben wir dort im Hotel Mildenburg direkt am Main mit ganz tollen Gastgebern und gutem Essen, sehr empfehlenswert. Die Boote konnten wir beim Miltenberger Ruderclub lagern. Eszter war am Abend zu uns gestoßen und so ging es am nächsten Tag mit etwas größerer Besetzung weiter nach Aschaffenburg (37,4 km) zum Ruder-Club Aschaffenburg. Frühes Aufstehen war angesagt, denn vier Schleusen standen an (Heubach, Klingenberg, Wallstadt und Obernau). Um Zeit zu sparen hatten wir es inzwischen aufgegeben, dass Haselbach und Simssee zusammenblieben. Das erste Boot, das schleusen konnte, fuhr direkt weiter zur nächsten Sportbootsschleuse, um dort im besten Fall die Schleusenkammer für das nachfolgende Boot gefüllt zu hinterlassen. Ein Mittagspicknick für alle gab es hinter der Schleuse Wallstadt. Das Team vergrößerte sich weiter mit Philipp, der am Abend in Aschaffenburg ankam. Am Dienstag lautete das Ziel Offenbach, wo wir beim Offenbacher Ruderverein anlegen konnten. Die Strecke von 46,6 km ging über die Schleusen Kleinostheim, Krotzenburg und Kesselstadt/Mühlheim. Mittags durften wir netterweise beim Ruderclub Möwe in Großauheim anlegen und picknicken. Claudia musste am Dienstag leider zurück nach Prien, so dass wir uns am Mittwoch mit etwas kleinerer Besetzung die letzten 42 km auf dem Main in Angriff nahmen (mit den Schleusen Offenbach, Griesheim, Eddersheim, Kostheim). Beim Rüsselsheimer Ruder-Klub durften wir eine Mittagsrast einlegen. Und die letzte Sportbootschleuse schleusten Haselbach und Simssee gemeinsam. Über die gesamte Strecke waren mit dem Main auch die Sportbootschleusen größer geworden. Nach Verlassen des Mains noch ein kleiner Endspurt auf die andere Rheinseite und das Etappenziel, der Mainzer Ruderverein war erreicht. Regina, Friedrich und Charlotte mussten uns am Mittwoch leider verlassen, also wurde die Simssee abgeriggert und auf den Hänger verladen. Während Martin, Moritz und Anja sich samt Hänger auf den Weg nach Bonn machten, um den Hänger ans Ziel der Reise zu stellen, machten die anderen die Haselbach mit Abdeckungen und Abklebungen fit für die Tour auf dem Rhein. Zu einem späten Abendessen mit Stachelbeerschorle waren alle wieder zusammen. Am Donnerstag ging es dann auf die erste Rheinetappe von 92,4 km. Für einige war es das erste Mal, so dass der rege Schiffsverkehr und die Wellen durchaus beeindruckten. Mit Martin hatten wir allerdings einen erfahrenen Steuermann im Boot, der uns ruhig und umsichtig steuerte. So ging es durch die Engstelle am Bingener Loch und vorbei an der Loreley bis zur Mittagsrast in St. Goar. Dort war ein derartiges Getümmel von Bergfahrern, Fähre und Ausflugsschiffen, dass für das Anlegemanöver noch einmal volle Konzentration angesagt war. Gestärkt ging es danach weiter bis nach Koblenz. Dort konnten wir beim Post-Sportverein anlegen. Am Freitag schließlich dann die letzte Etappe der Fahrt (64 km), nach Bonn. Fazit: eine sehr schöne und vor allem abwechslungsreiche Tour. Auf der einen Seite der beschauliche Main, auf der anderen Seite der etwas anspruchsvollere Rhein, tolle Landschaften, ausgesprochen hilfsbereite Schleusenwärter, die uns mit der Großbootschleuse mitschleusten, wenn eine Sportbootschleuse nicht funktionierte, etc. Wir hatten dazu noch großes Wetterglück, so dass es ein rundum gelungener Start in die Wanderrudersaison 2019 war.
Anja Franke

http://rvprien.de/gallery/piwigo/index.php?/category/70

Abrudern 2018

Die Unerschrockenen 5

Als ob auch das Wetter deutlich machen wollte, dass die offizielle Rudersaison vorbei ist, bescherte es zum Abrudern ordentlich Wind und Wellen. So traf sich am 28.10. nur eine kleine Truppe im Bootshaus, um die Saison offiziell ausklingen zu lassen. Nachdem man sich schnell einig war, dass der Wind nur eine Runde nach Schafwaschen zulassen würde, fand sich zumindest noch ein Vierer zusammen, der die Haselbach aufs Wasser ließ. Es wurde dann zwar eine kurze, aber schöne und trockene Fahrt. Gefühlt war es vermutlich die einzige Regenlücke an diesem sonst sehr regnerischen Wochenende. Zurück im Bootshaus warteten schon Brezen und Kaffee/Tee für einen gemütlichen Abschluss.
Anja Franke

Ruperti-Pokal Waging 2018

Am 27.10.2018 fand zum zehnten mal die Waginger Breitensportregatta statt.

Eigentlich ist es ja die Besonderheit der Natur, die diese Regatta zu einem einmaligen Erlebnis macht. Diese Besonderheit musste man in diesem Jahr allerdings eher erahnen. Der Wettergott meinte es nicht sehr gut mit uns Ruderern und schickte uns zum Wasser unterm Kiel noch jede Menge Wasser von oben. Aber Rudern ist eine Wassersportart und so ließ sich keine der Mannschaften vom Dauerregen abschrecken. Alle gemeldeten Mannschaften reisten für die Regatta an und kämpften um den begehrten Ruperti - Pokal.

Der RV Prien meldete wieder zwei Boote - Prien 1 mit Irene Mitterer, Anton Schuhegger, Christoph Dlugos, Eszter Hauer, Steuerfrau Hanna Schuhegger und die Enthusiasten Prien 2 mit Matthias Kühnel, Stephan Gaitzsch, Georg Foraita, Ute Günther und Steuermann Klaus Wenzel. Gleichzeitig war der RV Prien noch mit vier Ruderern im Achter der Renngemeinschaft RV Prien – RSC Rosenheim vertreten.

Zunächst starteten gegen 11:00 Uhr die drei Achter, im Anschluss starteten die C-Gig - Vierer in drei Gruppen auf die 18 Km lange Regatta. Prien 2 startete in Gruppe 2, Prien 1 in Gruppe 3.

Der Regen setzte den Ruderern unterwegs ganz schön zu, aber alle kämpften sich tapfer durch. Zum Glück war der Wind nicht sehr stark, so dass das Wasser einigermaßen glatt war. Die Enthusiasten des Priener Bootes 2 gaben alles, dennoch ließ es sich nicht vermeiden, dass uns das eine oder andere Boot der Gruppe 3 überholte. Auch unser Priener Boot 1 überholte uns, allerdings war das Ziel - nicht vor der Brücke - und das haben wir auch geschafft :-).

Pitschnass kamen alle im Ziel an, aber die gute Laune ging niemandem verloren.

Bei den Achtern gewann das Boot der Renngemeinschaft Prien – Rosenheim zeitgleich mit dem Achter des Münchener Ruderklubs von 1880 mit einer hervorragenden berechneten Zeit von 1:08:50. Nicht nur die berechnete Zeit gleichte sich auf die Sekunde, die Botte hatten auch den gleichen Namen. Unser C - Gig Vierer Boot Prien 1 belegte Platz 12 mit einer Zeit von 1:18:41 und Boot Prien 2 Platz 22 mit einer gerechneten Zeit von 1:29:05. Der RV Prien belegte im Rupertipokal einen hervorragenden Platz 8 und jeder von uns hat seinen Teil dazu beigetragen - eine tolle Leistung.

Den Organisatoren der Regatta gilt ein großer Dank. Trotz des schlechten Wetters war die Regatta für alle Teilnehmer ein tolles Ereignis.
Bericht: Ute Günther, Foto: Schuhegger

Straubing - Deggendorf 2018

Nicht die Schnellsten, aber immer gut drauf

Am 06. Oktober 2018 nahmen wir vom RV Prien an der Regatta Straubing - Deggendorf teil. Wir meldeten zwei Boote für diese Langstreckenregatta auf der Donau zwischen dem Straubinger RC von 1881 e.V. und Donau RC Deggendorf 2001 e.V. Es war ein sehr schöner Tag, der mit recht kühlen Temperaturen begann, aber im Laufe des Tages wurde das Wetter immer wärmer und die Sonne geizte nicht mit ihren Strahlen. Das Teilnehmerfeld war groß. Neben den Sportlern aus Straubing und Deggendorf nahmen unter anderen Mannschaften aus Landshut, Regensburg, PRIEN, Passau, Erlangen und Schleißheim teil. Gegen 10:00 Uhr starteten die ersten Boote der Wandererruderer im Massenstart, ab 10:30 Uhr die Zeitfahrer im Minutenabstand. Die ersten Zeitruderer trafen bereits nach 2 und einer viertel Stunde in Deggendorf ein. Unsere Sportler Boot 1 - Georg Mitterer, Anja Franke, Christoph Dlugos, Eszter Hauer und Steuermann Matthias Kühnel kamen mit einem hervorragenden Ergebnis von 02:29:53 errechneter Zeit an. Unser Boot 2 mit Martin Aufenanger, Wolfgang Lange, Klaus Wenzel, Georg Foraita und Steuerfrau Ute Günther brauchte einen Moment länger. Auf Grund unvorhergesehener gesundheitlicher Einschränkungen eines Ruderers musste die Steuerfrau nach ca. 20 km den Ruderplatz einnehmen. Der Steuermannswechsel kostete natürlich Zeit, aber das Wohlergehen und gesunde Ankommen der Mannschaft ging vor. Von den 14 „Zeitfahrer“ Booten gewann in der Damenklasse der Schleißheimer RC vor dem Regensburger RK. Bei den Herren setzte sich die Mannschaft von Regensburger RK vor dem Boot aus Mühldorf durch, die allerdings die beste geruderte Zeit von 02:14:48 Std/min/sec erzielte. In der Mixed Wertung gewinnt mit nur 14 sec Vorsprung das Boot 1 aus Bregenz vor ihren Clubkollegen, auf Platz 3 der RC Lech Kaufering. Kilometersieger wurde der Schleißheimer RV, der Priener RV belegte in dieser Kategorie immerhin den 3. Platz.


Insgesamt erruderten alle Aktiven 4000 km, eine beachtliche Leistung für den Breiten - Rudersport. Vor der Siegerehrung beim RC Deggendorf wurde vom Oberbürgermeister Herrn Mooser und Sparkassenchef Herrn Swihota ein neuer Renndoppelvierer mit Steuermann getauft. Zur Siegerehrung erhielt jeder Teilnehmer ein kleines Präsent. Im Anschluss erholte man sich bei gutem Essen und einem kühlen Getränk, was nach der Anstrengung auch sehr gut ankam. Ein herzliches Dankeschön sagen wir den Organisatoren der Regatta. Diese haben dafür gesorgt, dass diese Breitensportregatta für alle ein tolles Erlebnis wurde.
Ute Günther

Prienathon 2018

RSC Rosenheim 1

Einen Verbesserungswunsch hatte es 2017 gegeben: weniger Regen und mehr Sonne für den 14. Prienathon in 2018. Was soll man sagen. Wenn man sich etwas wirklich wünscht, geht es auch in Erfüllung. Wobei es zunächst gar nicht danach aussah. Wochenlang hatte es tolle Sonnentage gegeben, aber just vor dem Prienathon sah die Wettervorhersage ziemlich mau aus. Insbesondere das Orgateam drückte die Daumen und letztlich bewahrheitete sich das Sprichwort: das Wetter wird am Steg gemacht … und in diesem Jahr wurde sehr schönes Wetter „gemacht“. Viele Helfer hatten schon in den Tagen vor dem Prienathon einiges zu tun, galt es doch, am Vortag neben den Regattavorbereitungen noch eine feierliche Bootstaufe zu organisieren und alles für die „Vor-dem-Prienathon“ Bootshausparty mit Live Band vorzubereiten.

Am Samstag war dann Regattatag. Prien war dieses Mal mit 4 Booten am Start, unter anderem mit einem Jugendboot, den diesjährigen Landesmeistern ihrer Klasse, die das neue Boot mit ihrer Teilnahme einweihen durften. Das Starterfeld, in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen auf 20 Boote limitiert, ging pünktlich um 11:00 Uhr per sehenswertem Massenstart auf die Strecke. Mit der schnellsten geruderten Zeit kam der Donau RC Deggendorf 2001 e. V. mit Eugen Künzi, Ludwig Stieglbauer, Florian Herpich, Ulrich Guhl, Stm. Andreas Herpich nach 0:50:40 min. ins Ziel. Den Wanderpokal holte sich verdient der RSC Rosenheim, mit Carolina Vojna, Marius Vojna, Uschi Staudt, Inge Zell, Stm. Quirin Brecheisen mit einer berechneten Zeit von 0:44:59 min. (gerudert: 0:53:25 min.). Einen herzlichen Dank an alle Helfer, an alle Teilnehmer und einfach alle, die da waren. Wir freuen uns auf den 15. Prienathon 2019.
Anja Franke

Wanderfahrt Mai 2018

Von Wallsee bis Wien

Unterhalb von Stift Melk

Wetterbedingt mussten wir im letzten Jahr unsere Osterwanderfahrt auf der Donau statt in Wien in Wallsee beenden. Im Sommer ging es dann bereits weiter von Wien nach Budapest. Einige von uns (auch die Verfasserin) waren die Strecke von Wallsee nach Wien noch nie gefahren. Daher sollte/musste diese Lücke in diesem Jahr geschlossen werden.
Gleich vorab, dieses Mal war das Wetter uns mehr als gnädig. Am 31. Mai (Fronleichnam) ging es für Martin, Barbara, Philip, Sebastian, Regine, Richard, Eszter und Anja Richtung Wallsee. Dieses Mal sehr gemütlich, denn wir hatten keinen Bootstransport zu bewältigen. Netterweise konnten wir uns Boote vom Donauhort Wien leihen und mit Richard S. vom Donauhort hatten wir dazu noch einen sehr netten Ruderkameraden mit „im Boot“. Nach Aufriggern und Bootseinteilung starteten wir in einem Vierer und einem Dreier, jeweils fußgesteuert, bei der Sportunion Wallsee. Highlight des Tages war neben einer sehr schönen Ruderstrecke von insgesamt 48 km die Mittagsrast im Gasthof am Hößgang. Auf einer kleinen Anhöhe gelegen, mit tollem Blick auf die Donau, waren wir eine ganze Zeit lang die einzigen Gäste in einem netten Gärtchen mit amüsantem Gastgeber. Nach einem langen und guten Essen, ging es wieder auf die Donau auf die zweite Etappe des Tages, die in Pöchlarn, beim RV Pöchlarn endete. Beim Abendessen hatten wir wieder einen schönen Blick, dieses Mal auf das Kloster Melk. Bei einem kleinen Verdauungsspaziergang zum Kloster wurde dann eine Planänderung für den nächsten Tag besprochen: ein Klosterbesuch sollte es sein. Nach dem Besuch des Klosters Melk ging es auf dem Wasser weiter. Ankunft war an diesem Tag nach 42 km in Stein a.d. Donau der Steiner Ruderclub. Zum Abschluss sollten es am nächsten Tag 70 km sein, mit einer sehr schönen Teilstrecke im Altarm und etwas Umtragen. Nach einer Mittagsrast im Zentrum von Tulln ging es zum Tages- und Wanderfahrtsendspurt und Zieleinlauf beim Donauhort Wien. Eine tolle Tour!
Anja Franke

Der Sonne entgegen

Ein Sonnenaufgang vom Feinsten

Acht wackere Ruderer, die sich normalerweise am Montag um halb neun treffen, haben sich am Sonntag (3.8.2018) in der Früh um fünf aufgemacht um dem Sonnenaufgang entgegen zu rudern. Nicht alle waren sich beim Eintreffen am Bootshaus so ganz sicher, ob Christas Idee tatsächlich sooooo toll war. Bei den meisten hatte schließlich so umera 4 Uhr herum der Wecker geklingelt.
Wie auch immer, Haselbach und Simsee wurden startklar gemacht und auf ging’s Richtung Felden/Bernau, von dort wurde der beste Blick zur aufgehenden Sonne erwartet. Das Timing war perfekt, als die Herreninsel die Sicht über den Weitsee freigab spitzte die Sonne gerade frisch über den Horizont. Das Schauspiel wurde ausgiebig genossen und die frühmorgendlichen Zweifel waren schlagartig vergessen. Die euphorisierte Stimmung führte zu einer spontanen Änderung des Kurses und statt der Rückfahrt wurde gleich noch die Umrundung von Herren- und Krautinsel in Angriff genommen.
Zum Abschluss dieses phantastischen Morgens hat sich die Gruppe dann noch zum gemeinsamen Frühstück im Boosthaus versammelt. Jeder steuerte etwas für den überreich gedeckten Tisch bei und alle genossen das gute Gefühl den perfekten Start in einen Sommersonntag gefunden zu haben.
Es könnt durchaus sein, dass dieser Event schon bald eine Wiederholung erfährt. Mal sehen…..
Näher Auskünfte erteilen gerne:
Christa Bock-Köhler, Stephan Gaitzsch, Gudrun und Philip Jander, Helga und Manfred Löhmann sowie Margit und Georg Foraita.

Fotos von Christa Bock-Köhler und Georg Foraita











EUREGA 2018

Priener Ruderverein erfolgreich bei EUREGA

Am Samstag 12. Mai 2018 nahmen zwei Boote des Rudervereins Prien a. Chiemsee von 1990 e.V. an der internationalen Rheinregatta EUREGA teil. Das Rennen wird auf zwei Distanzen, 100km und 45 km, ausgetragen. Auf der langen Distanz erreichte das Boot mit der Mannschaft Eszter Hauer, Eva Schmidt, Sebastian Löb, sowie Tobias und Martin Aufenanger eine Zeit von 6h20min. Die Strecke führte von der Loreley durch das zwar traumhaft schöne aber von Schiffsverkehr und Wellen gekennzeichnete Rheintal bis Bonn. In Neuwied stieß die zweite Mannschaft mit Regina Sauer-Strack, Friedrich Strack, Dr. Peter Lintner, Sven Philipp und Matthias Kühnel dazu, die für die kurze Strecke 3h02min benötigte. Beide Boote kamen wohlbehalten in Bonn an und erhielten sogar den Ehrenpreis für die weitest angereiste Mannschaft.
Trotz müder Knochen und ein paar Blasen an den Händen waren sich alle Teilnehmer einig, im nächsten Jahr wieder an dieser einmaligen Veranstaltung teilzunehmen.
Das Bild zeigt Eszter und Matthias bei der Entgegennahme der Ehrenpreise (zwei Fläschchen Früh-Kölsch).


Osterfahrt auf dem Main 2018

von Viereth nach Marktheidenfeld

Die Osterwanderfahrt fand heuer auf dem Main statt. Mit einer Gesamtruderstrecke von 203 km und durchschnittlich etwas über 30 km pro Tag versprach die Tour gemütlich zu werden. Wir starteten am Karfreitag mit dem Bootstransport von Prien zunächst Richtung Viereth und Sand am Main, wo wir bis Ostersonntag übernachteten. Der erste Rudertag begann wettertechnisch recht kühl, so dass am späten Nachmittag gleich noch eine Shoppingtour in Schweinfurt hinzugefügt wurde – eine Wintermotorradkombi für die Steuerleute machte unsere Ausrüstung für die nächsten Tage komplett. Sie leistete an einigen Tagen gute Dienste, wobei wir uns an anderen Tagen auch wunderbar in die Sonne setzen konnten. In den nächsten Tagen führte uns die Tour die Mainschleifen entlang über Haßfurt, Schweinfurt, Nordheim, Ochsenfurt, Karlstadt und Lohr bis nach Marktheidenfeld. „Uns“, das waren Klaus, Regine, Sonia, Eszter, Anette, Martin und Anja, wobei sich Sonia und Anette die Strecke teilten. Ein Highlight waren neben der Landschaft die Schleusen. Insgesamt waren 18 Schleusen zu überwinden. Fünf davon am Mittwoch auf dem Weg von Ochsenfurt nach Karlstadt. Große Schleusen mit mehreren Kammern und kleine Sportbootschleusen mit manueller Bedienung. Und schon wurde aus „gemütlich“ schnell einmal „jetzt sportlich“. Nach kurzer Zeit war klar, dass es durchaus komfortabel sein konnte, mit einem der großen Schiffe zu schleusen. Damit das klappt, hieß es das eine oder andere Mal „dranbleiben“, um auch bei der nächsten Schleuse mitschleusen zu können und nicht warten zu müssen. Nach zwei Übernachtungen auf der Weininsel verbrachten wir die letzten Tage in Karlstadt und starteten jeden Tag mit dem Bus von dort aus zu den jeweiligen Ruderetappen. Am Freitag ging es schließlich nach einer sehr schönen Woche zurück nach Prien. Anja Franke





Inn Beaver Race 2018

Am 21.04.2018 fand in Rosenheim beim Rudersport-Club Rosenheim e.V. die Inn Beaver Race statt, die erste Regatta im Jahr aus der Voralpen-Vierer Serie. Die Regatta wird abwechselnd vom Mühldorfer Ruderverein und von den Rosenheimern ausgetragen.
Das Teilnehmerfeld konnte sich sehen lassen. Es war zwar nicht sehr groß, mit 13 Booten eine angenehme Größe, aber die Mannschaften reisten zum Teil von weiter her an. So nahmen Mannschaften aus Würzburg, Ulm und Bregenz teil, um sich dem Ruderwettkampf auf dem Inn zu stellen.
In diesem Jahr meldeten vom Ruderverein Prien zwei Mannschaften. Unsere Trainingsmannschaft (S. Simoneit, D. Reichert, G. Jahn, E. Hauer und Stm. L. Zebner) stellte sich selbstverständlich dieser Herausforderung. Kurzfristig formierte sich eine zweite Mannschaft um M. Kühnel (+ M. Schneller, F. Strack, Stfr. U. Günther) bestehend fast ausschließlich aus Freizeitrudereren. Unterstützt wurde die neue Mannschaft vom Regatta erfahrenen Ruderer Georg Mitterer.
Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns. Bei schönstem Wetter fuhren wir gegen 09:00 Uhr Richtung Rosenheim. Wir hatten genügend Zeit die Boote für den Wettkampf vorzubereiten und samt Zubehör auf den Damm zu legen. Gegen 10:15 Uhr trafen sich die Obleute, um die Besonderheiten der 10 km langen Regattastrecke in Augenschein zu nehmen und dann ging es auch schon los. Die Boote wurden nach festgelegter Startfolge auf das Wasser gebracht (wie ich erfahren habe, wurde die Startreihenfolge vom Bayrischen Rundfunk ausgelost. Dieser hat einen tollen Beitrag zum Freizeitrudern in Rosenheim erstellt, zu sehen in der Mediathek des BR). Boot Prien 1 – unsere Regatta erfahrenen Ruderer, hatte Startnummer 7, Boot Prien 2 – die Regattaneulinge, hatten die Startnummer 4. Allerdings schaffte es Boot 2 nicht als Nummer 4 aufs Wasser, da hektisch ein vermeintlich abhanden gekommenes Skull gesucht wurde. Nachdem in aller Eile das Paar Ersatzskulls gebracht wurde, wurde das fehlende Skull in der „Haselbach entdeckt. Damit hatte die Premierenmannschaft schon mal für große Aufregung gesorgt. R. Sauer-Strack, die ihren Mann als Fan begleitete, trug dankenswerter Weise das paar Ersatzskull in den Wagen zurück, so dass wir, Boot 2, endlich zügig aufs Wasser gehen konnten.
Nun ging es los, das Startkommando kam zunächst für uns, Boot Prien 2, drei Boote später dann auch für Boot Prien 1. Zunächst ruderten wir stromauf die ersten 5 km bis zur Wendeboje, vorbei und über fast unsichtbare Angelleinen, die wir zum Glück nicht mit unseren Skulls beschädigten. Das eine oder andere Boot zog an uns vorbei, das brachte uns aber nicht aus der Ruhe. Das heißt nicht, dass wir gemütlich ruderten, sondern unserem Trainingsstand angepasst. Die Wende meisterten wir mit Bravur (wie genau bleibt geheim) und dann ging es stromab, die Strömung nutzend 5 km Richtung Ziel. Auch hier überholte uns das eine oder andere Boot. Kurz vor dem Ziel näherte sich Boot Prien 1 und dieses wollten wir auf keinen Fall noch an uns vorbeiziehen lassen.
Wir legten einen beachtlichen Endspurt auf den letzten 400 m hin, das Boot nahm noch einmal gut Fahrt auf. Dies war genug Anstrengung, um respektvoll auf die Leistung unserer Trainingsmannschaften zu schauen, die sich immer wieder sehr gut auf Langstrecken – und anderen Regatten schlagen.
Nachdem die Boote aus dem Wasser gebracht waren, gab es erst mal Stärkung für alle Ruderinnen und Ruderer. Die Ruderinnen und Ruderer des Rudersport-Clubs Rosenheim haben sehr leckere Sachen, Kuchen, Kartoffelsalat, Wiener etc. für die Teilnehmer vorbereitet. Ein kühles Bierchen, Radler oder auch alkoholfreies Getränk tat jedem bei der zunehmenden Wärme gut.
14:00 Uhr war dann Siegerehrung. Wir vom Boot Prien 2 durften zuerst unsere Urkunde und den Schokoladenpokal in Empfang nehmen, da wir Platz 12 belegten. Es war dennoch für die Freizeitruderer, die zum ersten Mal 10 km unter Regattabedingungen ruderten, eine super Leistung mit der geruderten berechneten Zeit von 00:51:37 ins Ziel zu kommen. Unsere Mannschaft Boot Prien 1 belegte mit einer errechneten Zeit von 00:45:15 einen hervorragenden 6. Platz. Sieger des Inn Beaver Race 2018 wurde die Mannschaft des Rudervereines Wiking Bregenz mit einer errechneten Zeit von 00:42:22. Herzlichen Glückwunsch der Siegermannschaft aus Bregenz. Wir bedanken uns bei den Organisatoren der Inn Beaver Race 2018. Die Regatta war hervorragend organisiert.
Ute Günther

Bericht Prienathon 2017

(EH) Über eine Woche lang haben wir täglich die verschiedensten Wetterapps studiert, wie die Vorhersage für den Samstag, den 16. September 2017 ausfällt. Das Bangen war groß, weil letztes Jahr der Prienathon aufgrund eines Sturms abgesagt werden musste. Das ganze Training und die aufwendige Organisation – alles umsonst. Die Wettervorhersage dieses Mal hat uns anfangs wenig Hoffnung gelassen aber zum Glück war das Sturmtief, das durch Bayern ziehen sollte, doch zwei Tage schneller da als gedacht und für den Samstag blieb nur der Regen übrig. Für das letzte Rennen der Voralpen-Vierer Serie in 2017 (dazu gehören außer des Prienathons das Inn-Beaver-Race in Mühldorf am Inn, der Herrschinger Triangel am Ammersee sowie die Welfenregatta in Kaufering) waren 22 Boote gemeldet. Die Strecke startete vor dem Prienavera Erlebnisbad in Prien, ging um die drei Chiemseeinseln, nämlich Fraueninsel, Krautinsel und Herreninsel und betrug insgesamt 12 Kilometer. Die große Liegewiese des Prienavera Strandbades diente als Auf- und Abriggplatz für die Boote und das Strandcafé mit den Fenstern zum See hin als Verköstigungs- und Aufwärmstation bei den recht kühlen Temperaturen. Von dort aus konnte man sich den Start und das Ziel sogar aus dem Trockenen anschauen.

Leider war Petrus nicht wirklich gnädig zu uns und der Regen wollte nicht aufhören. Aber das betrübte unsere Laune nicht, denn Wind war wenig zu spüren und aufgrund des schlechten Wetters haben sich auch wenig Segel- oder sonstigen Boote aufs Wasser getraut. Bis 10:30 Uhr hatten sich alle Boote zwischen den Bojen in die Startposition aufgereiht, teilweise war es auch sehr eng zwischen den Booten. Beim Ertönen des Startsignals erfolgte der Massenstart, alle 22 Boote setzten sich gemeinsam in Bewegung. Im Kanal Richtung Fraueninsel gab es ziemlich viele Wellen von der Schifffahrt aber zumindest unser Boot hat sich durch sie nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Neben uns aus einem Boot hörten wir aber paar Mädels kreischen aufgrund den Wellen. Aber es war alles nicht wild und alle Boote sind heil – höchstens mit ein wenig Wasser Mehrgewicht – ins Ziel gekommen.

Der erste Platz ging an das schnellste Boot des RSC Rosenheim mit einer berechneten Zeit von 47:17 Minuten und einer gefahrenen Zeit von 55:49 Minuten. Mit 16 Sekunden Abstand auf die berechnetet Zeit dicht gefolgt von unserer Priener Damenmannschaft, die es mit 47:33 Minuten auf den zweiten Platz geschafft hat. Glückwunsch an Sylvia, Eva, Dagny, Eszter und an die Steuerfrau Regina für das gute Ergebnis. Mit einer berechneten Zeit von 48:15 Minuten landete die Herrenmannschaft des Deggendorfer Ruderclubs auf dem dritten Platz. Sie haben die Strecke am schnellsten, mit einer gefahrenen Zeit von 51:39 Minuten, zurückgelegt. Der vierte Platz ging an den RCLK Ruderclub am Lech Kaufering mit einer berechneten Zeit von 48:30 Minuten und der zweitschnellsten gefahrenen Zeit von 51:55 Minuten. Die Herrenmannschaft des Rudervereins Prien am Chiemsee schaffte es mit einer drittschnellsten gefahrenen Zeit von 53:28 Minuten auf den siebten Platz. Die berechnete Zeit lag bei 50:22 Minuten. Glückwunsch an Schorsch, Sebastian L., Lutz, Gregor und Steuermann Sebastian F. zu der schnellen Zeit. Und ein extra Dankeschön von der Damenmannschaft, die auf den letzten Metern vor dem Zieleinlauf von den Herren richtig gut angefeuert und auch sonst hervorragend unterstützt worden ist. Unser Ruderverein Prien am Chiemsee startete bei der Heimregatta mit drei Booten. Das dritte Boot mit Thomas, Viktoria, Regine, Rudi und Steuermann Marcus kam mit einer berechneten Zeit von 54:54 Minuten auf dem 18. Platz (gefahrene Zeit: 1:03:19). Dies ist auch deshalb eine tolle Leistung, weil mit Viktoria, Rudi und Marcus drei absolute Regattaneulinge im Boot saßen. Wir hoffen, dass sie nun auf den „Regattageschmack“ gekommen sind und den Priener Ruderverein mit noch vielen weiteren Regattateilnahmen stärken.

Trotz des trüben und nassen Wetters war es eine überaus gelungene Veranstaltung, an dem wir alle sehr viel Spaß hatten. Ein herzliches Dankeschön an alle tatkräftigen Helfern, die für einen perfekten und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt haben. Wir freuen uns schon auf den Prienathon 2018 mit einem Verbesserungswunsch: mehr Sonne und weniger Regen =)

Wanderfahrt Donau – Budapest vom 6. – 12. August 2017

(EH) Anfang August 2017 führten wir den zweiten Teil unserer Donaureise durch. Dieses Mal war der Streckenabschnitt von Wien bis Budapest dran. Im Vorfeld gab es noch einige logistische Aufgaben zu lösen, denn wir waren nicht nur mit zwei Ruderbooten unterwegs, sondern auch mit einem kleinen Motorboot (Baujahr 1935), das einst auf der Mosel als Pannenhilfsboot – abgekürzt „Pahibo“ - eingesetzt worden war. Da das Pahibo mit 2,8 Tonnen kein Leichtgewicht ist, konnte es nur von einem der uns zur Verfügung stehenden Autos mit dem Hänger gezogen und auch nur mit einem Kran ins Wasser gelassen werden. Nach einigen Vortreffen und Diskussionen war unser Logistikplan ausgereift und die Hin- und Rückfahrt inklusive Hängertransport und Abstellen am Zielort, sowie die teils unterschiedliche An- und Abreise der Teilnehmer perfekt organisiert. Um die Vorarbeiten zeitig zu erledigen, fuhren einige von uns bereits am Freitag, den 4. August nach Wien, um das Pahibo in die Donau zu kranen sowie die Ruderboote auf dem Vereinsgelände des Wiener Rudervereins Donauhort abzustellen und aufzuriggern. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an die gastfreundlichen und hilfsbereiten Ruderer vom Donauhort, die inmitten ihrer umfangreichen Renovierungsarbeiten noch Platz für unsere Boote fanden. Dank auch für die Benutzung der exzellenten Steganlage, die wir im Laufe unserer Fahrt zu schätzen lernten und teils auch herbeiwünschten. Nach einem hervorragenden Abendessen in Rudi's Beisl und einer, aufgrund der Hitze des Wiener Sommers von 35 Grad, sehr heißen Nacht in der Jugendherberge teilten wir uns am Samstag auf. Während vier von uns mit drei Autos und zwei Hängern nach Budapest fuhren, um je ein Auto und einen Hänger in den jeweiligen Zielorten abzustellen und dann mit einem Auto zurück nach Wien zu fahren, unternahmen einige Teilnehmer eine Shopping- bzw. Sightseeingtour in Wien und reisten vier weitere Ruderer von Prien mit dem Zug nach Wien. Am Abend trafen wir uns dann alle im Wiener Augarten zu einem gemeinsamen Abendessen, um uns bei immer noch heißen Temperaturen, aber leckerem Essen und kalten Getränken auf die Wanderfahrt einzustimmen. Später am Abend wurden die Temperaturen im Augarten angenehm, aber zurück in unseren kleinen Zimmern im 6. Stock der Jugendherberge war die Hitze des Tages wieder voll zu spüren. Der Wetterbericht hatte für den ersten Tag unserer Wanderfahrt etwas kühlere Temperaturen und Regen vorhergesagt. Das war zwar in unserer Unterkunft überhaupt nicht zu merken, aber endlich draußen an der frischen Luft konnten wir die Wettervorhersage bestätigen. Es war letztendlich ideales Ruderwetter mit bedecktem Himmel und wenig Regen. Bereits um 8 Uhr morgens waren wir auf dem Gelände des Wiener Rudervereins, wo wir unsere Boote startklar machten. Spätestens um 9 Uhr mussten wir in die Nussdorfer Schleuse einfahren, um durch den Donaukanal zu rudern, der durch die Wiener Innenstadt fließt. Für die telefonische Anmeldung beim zuständigen Schleusenwärter mussten wir sogar die Hilfe der Wiener Gendarmen, die sich zufällig dort aufhielten, in Anspruch nehmen, weil dieser unter keiner der zahlreichen Telefonnummern zu erreichen war. Zum Glück klappte es aber doch noch rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_27_20170927062306-89df6a71-me.jpgrechtzeitig und wir konnten unsere Wanderfahrt auf der Donau endlich beginnen.

Das Ablegen erforderte unsere volle Konzentration, da die meisten von uns bisher wenig Erfahrung mit fließenden Gewässern hatten und die Strömung der Donau aus unserer Sicht beachtlich war. Aber mithilfe unserer erfahrenen Steuermänner, Martin und Matthias, meisterten wir sowohl das Ablegen als auch die Schleuse problemlos und wurden mit einer idyllischen Fahrt durch die Wiener Innenstadt belohnt. Außerhalb der Innenstadt änderte sich das Bild von Wien schlagartig. Es folgten dort kleine, schmale, auf Pfählen gebaute Fischerhäuser mit großen Netzen vor den Fenstern. Raus aus dem Kanal, auf der großen Donau mussten wir nicht nur auf die Strömung und auf große Fracht- und Passagierschiffe achten, sondern auch auf die Fahrrinnenbegrenzungsbojen, die für eine optimale Strömung vorne spitz zulaufen und für die bessere Sichtbarkeit eine beachtliche Größe aufweisen. Wie gefährlich diese im Zusammenhang mit der Strömung werden können, musste die Mannschaft des Tollpatsch leider erfahren. Sie machte nähere Bekanntschaft mit einer solchen Boje, die in einem Loch resultierte. Das Boot lief ziemlich schnell voll Wasser. Die Mannschaft fand sich dann auch noch in einer Strömung wieder, in der sie sich trotz voller Power nicht von der Stelle bewegen konnte. Zum Glück erreichte sie in letzter Minute das sichere Ufer und konnte anlegen. Der Schrecken war groß, aber zum Glück ist bis auf wenige Blessuren nichts Schlimmes passiert. Alle konnten weiterrudern und das Loch im Boot konnte mit Panzertape notdürftig aber stabil geflickt werden. Direkt bei der Anlegestelle (bei Km 1902l) war Zeit für unsere Mittagsrast, die wir in Humer´s Uferhaus (www.uferhaus.at), einem sehr guten Fischrestaurant direkt mit Blick auf die Donau in Orth, im Nationalpark Donau-Auen verbracht haben. Während der Pause gab es den letzten kurzen aber starken Regenschauer des Tages, der uns lediglich zum nachträglichen Trockenschöpfen der Boote veranlasste, bevor wir unsere Fahrt fortsetzen konnten. Weiter auf der großen Donau entdeckten wir das Pahibo, das am Rande der Fahrrinne die Strömung nutzte, um ein wenig schneller voranzukommen. Das Winken mussten wir unserem Steuermann überlassen, damit wir weiterrudern konnten. Ein kurzes Stück hinter Hainburg an der Donau liegt Burg Devin im gleichnamigen Städtchen auf Backboard. Das kleine Flüsschen March, das dort in die Donau mündet, bildet die Grenze Richtung Norden zwischen Österreich und der Slowakei, die dann Richtung Osten in der Donau weiter verläuft. Je nach dem also, auf welcher Seite wir auf der Donau entlang ruderten, waren wir entweder in Österreich oder in der Slowakei. Die Burg von Bratislava ist bereits von Weitem gut zu sehen. Dort lag auch unser Etappenziel für den Tag. Kurz vor Bratislava verläuft die Grenzlinie in Richtung Süden, so dass beide Uferseiten der Donau bereits zur Slowakei gehören. rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_27_20170927062236-31829dc0-me.jpgNach 69 Kilometern auf der Donau, bei Km 1869r wartete die nächste Herausforderung auf uns: das Anlegen am Steg des Ruderclubs in Bratislava.

Der Steg lag in starker Strömung und große Schiffe fuhren auch recht nah daran vorbei. Darüber hinaus war er eine recht wackelige Konstruktion, auf dem höchstens Enten gerne weilten. Um den Steg vom Ufer aus zu erreichen, musste man über die Donau springen, denn es gab keine trockene Verbindung zwischen Steg und Ufer. Wenn man dann trockenen Fußes endlich auf dem Steg stand und auf den drei miteinander lose verbundenen und ziemlich rutschigen Stahlteilen entlang ging, hatte man spätestens bei Erreichen des zweiten Stahlteils nasse Füße, weil das Stegteil durch das Gewicht etwas absank. Dann stand man – je nach Gewicht – möglicherweise bis zum Knöchel in der Donau. Diese Probleme tauchten aber erst dann auf, wenn es einem in der starken Strömung gelungen war, das Boot zum Steg zu manövrieren und sich dann am Steg festzuhalten. Das Festhalten erforderte in der Strömung auch ziemlich viel Kraft und das Boot hielt nicht durch Einsetzen der Skulls, wie wir es vom Chiemsee gewöhnt sind. Beim Ausheben und Transportieren der Boote war volle Konzentration gefragt, um auf dem Steg nicht auszurutschen oder sich beim Sprung zum Ufer nicht zu verletzen. Aber zum Glück ging alles gut und wir konnten unser Quartier beziehen. Unsere Unterkunft war dieses Mal etwas Besonderes, das Hotel Dunajsky Pivovar. Wir übernachteten, passend zu unserem Fortbewegungsmittel, auf einem Schiff, das zu einem Hotel und Restaurant umgebaut worden war. Unsere Zimmer trugen keine Nummern, sondern Namen von Städten, die alle an der Donau liegen und aus unseren Zimmern – sogar durch ein rundes Schiffsfenster aus dem Bad – konnten wir auf die Donau und auf die Innenstadt von rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_27_20170927062156-d0db6c3c-me.jpgBratislava schauen.

Manche von uns hatten vor dem Abendessen noch etwas Zeit kurz durch die Innenstadt von Bratislava zu laufen und so einen Eindruck von der Stadt zu bekommen, der sehr positiv ausfiel. Das Pahibo hatte derweil ebenfalls den Jachthafen von Bratislava erreicht. Da dieser auf dem Landweg mit dem Auto nicht so einfach zu erreichen war, beschloss unser Kapitän Dirk, sich in der Marina verköstigen zu lassen zumal er am nächsten Tag sehr früh aufbrechen musste, um die Strecke von ca. 120 km bis nach Komarno zu bewältigen. Die Ruderboote fuhren diesen Streckenabschnitt über zwei Tage auf einem kleinen Donau-Arm und es war der Plan, sich in Komarno wieder zu treffen. Das Pahibo musste auf diesem Stück eine große Schleuse bei Gabcikovo überwinden und wegen der Länge der Strecke wollten wir Dirk nicht alleine auf dem Pahibo fahren lassen. So sind Anja und Dirk früh morgens um 5 Uhr Richtung Komarno aufgebrochen. Als der Rest der Gruppe beim Frühstück war, erhielten wir die Nachricht, dass die Schleuse das Pahibo nicht durchlassen will, möglicherweise, weil der Motor nicht ausreichend Leistung hätte. Ob das wirklich der Grund war, wissen wir nicht, denn nach einem längeren Telefonat mit dem Schleusenwärter war dieser letztendlich bereit, das Pahibo zu schleusen, wenn es innerhalb von einer halben Stunde in Gabcikovo gewesen wäre. Da das Pahibo bereits auf dem Weg zurück nach Bratislava war und es (noch) nicht fliegen kann, entschied Kapitän Dirk, die Reise zu beenden und nach Bratislava in die schöne Marina zurückzukehren. Für Anja und Dirk wurde es dann ein langer Tag, denn in Bratislava angekommen fuhren sie mit dem Zug nach Budapest, um dort das Auto und den leeren Hänger zu holen. Sie trafen uns dann abends in Lipót (Ungarn), unserem nächsten Etappenziel. Auf uns wartete nach dem Frühstück auf dem Schiffshotel das Ablegen beim Ruderclub in Bratislava, das genauso herausfordernd war wie das Anlegen am Vorabend. Dank Philipp war der Steg allerdings nicht mehr so rutschig, weil er einen Besen besorgt und den Steg gründlich geschrubbt hatte. Währenddessen kippten wir das Regenwasser aus den Booten und bereiteten sie auf die Fahrt vor. Alle waren voll konzentriert und so klappte das Ablegen zum Glück problemlos. Die anfänglich starke Strömung ließ allmählich nach, da vor der Schleuse Gabcikovo die Donau zu einem richtig großen See aufgestaut worden ist. An diesem Tag mussten wir zweimal die Boote umtragen, das erste Mal - nach ca. 17 Kilometern - um in einen Seitenarm der Donau zu kommen. Das Befahren der breiten Staustrecke unterhalb von Bratislava einschließlich des Anlandens an der Betonrampe knapp hinter dem Museum in Cunovo (bei km 1852) war für uns bei mäßigem Gegenwind problemlos, auch weil unser Landdienst die Boote gebührend in Empfang nahm. Das Museum wurde auf einer Inselspitze inmitten der Donau gebaut. Bootswagen sind dort leider nicht zu finden, aber wir hatten vorausschauend unseren eigenen Bootswagen mit. Der Weg ist nicht weit. Man muss lediglich eine Straße überqueren und sieht dann auch schon den Seitenarm. Dass etwas Bewegung und Geräusche Fischen nichts ausmachen, durfte die Mannschaft des zweiten Bootes erfahren, die mit ihrem Ablegemanöver einem slowakischen Angler, der direkt an der Stelle sein Glück suchte, einen riesen Fang bescherte. Er war zwar anfangs ziemlich verärgert, da wir teilweise in seiner Angelschnur hängen blieben, aber eine halbe Minute nach unserem Ablegen hatte er einen ziemlich großen Fisch am Haken. Danach ging es sehr idyllisch weiter auf der kleinen Donau, die nach ca. 40 Kilometern in den Hauptarm mündet. Direkt nach den ersten paar hundert Metern auf der südlichen Uferseite erreichten wir Ungarn. Die lange Insel zwischen Seiten- und Hauptarm gehört noch zu Slowakei. Die Gegend ist ziemlich einsam, man sieht während der ersten Hälfte des Armes kaum Zivilisation. Für eine von uns war dieser Streckenabschnitt sogar schon „zu sehr meditativ“. Damit wir auf den ungefähr 8 Kilometern nicht einschliefen, hatten die Ungarn bei Dunakiliti eine Schleuse gebaut, um die kleine Donau zu stauen. Sie ist jedoch nicht mehr in Betrieb. Es war die zweite Umtragestelle, die wir meistern mussten. Spätestens jetzt zahlte sich die Mitnahme eines Bootswagens aus, weil rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_27_20170927062119-9bb77ed8-me.jpgman etwa einen Kilometer schiebend zurücklegen musste.

Im Schatten machten wir ein Picknick, da man außer einem kleinen Campingplatz nichts in der Gegend findet. Dorthin gingen wir dann auf einen Kaffee. Und bei einer Hitze von ca. 34 Grad, die nach dem einen Tag Abkühlung wieder ausgebrochen war, freuten wir uns über die Eistruhe des Campingplatzes und plünderten sie ziemlich. Nach der ausgiebigen Pause ging es genauso „meditativ“ und sehr idyllisch weiter auf der kleinen Donau. Nach ca. 17 Kilometern entdeckten wir einen Mast und dahinter eine Fähre, das Ziel unserer heutigen Etappe. Durch die Strömung hatten wir etwas Mühe den schmalen Wasserstreifen neben der wartenden Fähre und dem Land zu treffen aber nach wenigen Versuchen konnten wir anlegen. Unsere Unterkunft war in einem kleinen ungarischen Thermaldorf namens Lipót, wenige Kilometer vom Ufer entfernt. Unser Wellnesshotel „Orchidea“ verfügte nicht nur über ein Thermalbecken und eine Sauna, sondern bot auch für unsere müden Muskeln eine Massage an, die einige von uns sehr gerne in Anspruch nahmen. Andere entspannten in dem warmen Thermalbecken, während der Rest bei einem kalten Bier auf der Terrasse Entspannung fand. So sind wir anschließend alle völlig relaxed zum Abendbüffet erschienen, wo dann später unsere beiden Pahibofahrer – just on time, einige Minuten vor Büffetschluss – dazu stießen. Am nächsten Morgen brachen Martin und Dirk bereits sehr früh nach Bratislava auf, um das Pahibo aus der Donau zu kranen. Die Ruderer setzten ihre Fahrt auf der kleinen Donau fort. Die Fähre, von der wir vermutet hatten, dass sie mangels Passagiere immer dort weilt, hatte, mit wenigen Fahrzeugen beladen, einige Minuten vor uns abgelegt und so hatten wir dieses Mal viel Platz, um in unsere Boote zu steigen und abzulegen. Dass die Fähre doch nicht so oft fährt, stellten wir einige Minuten nach deren Ablegen fest, da sie anscheinend mit einem Schaden in der Donau stand während die Besatzung versuchte sie wieder zum Vorwärtskommen zu bewegen, zunächst erfolglos. So schauten uns die Fährpassagiere sehnsüchtig nach. Vermutlich hätten sie in diesem Moment gerne rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_27_20170927062019-9508eb6a-me.jpgmit uns getauscht.

Nach ungefähr 15 Kilometern auf der kleinen Donau trafen wir auf den Hauptarm. Von der Mündung konnten wir noch sehr gut die einige Kilometer entfernt liegende, riesige Schleuse in Gabcikovo sehen. Auf der großen Donau hatten wir wieder mehr Strömung sowie Schiffsverkehr und so gingen die ca. 14 Kilometer bis Gönyü, wo wir unsere Mittagspause hatten, recht schnell vorbei. Bei Km 1791r legten wir an einem Kiesstreifen an und bekamen wenige Schritte weiter in einer kleinen, einfachen Kneipe etwas zum Trinken, während wir unser - von Rudi liebevoll eingekauftes - Picknick verspeisten. Kraft zu sammeln war auch wichtig für die folgenden ca. 24 Kilometern, denn durch den recht starken Gegenwind war es ziemlich anstrengend und langwierig das Ziel zu erreichen. Unsere Anlegestelle (bei Km 1767l) war dieses Mal in einem kleinen Jachthafen hinter dem Steg. Hier gab es mehrere Hürden. Zunächst musste die Einfahrt gefunden werden. Dafür sorgte unser Landdienst, der mit allen möglichen Mitteln auf sich aufmerksam zu machen versuchte. Dann war die Durchfahrt ziemlich eng, eine Herausforderung für die Steuermänner und -frauen. Die nächste Hürde war ein dickes und schweres Stahlseil, das den Steg mit dem Festland verband und in der Mitte knapp über der Wasseroberfläche hing. Um das zu überwinden half Dirk, der mit einem Bootshaken das Seil mit aller Kraft hochhielt, während die Boote darunter durchfuhren. Die letzte Hürde war, an der Rückseite des Steges anzulegen und über das Steggeländer aus den Booten zu klettern. Hier ein Foto zur Veranschaulichung:

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Trotz mehrerer Hindernisse gelang alles einwandfrei und mit paar wenigen Schritten erreichten wir unser Hotel „Peklo“, wo die Dusche endlich auf uns wartete. Manche von uns sind auf eine kleine Erkundungstour durch die Stadt gegangen, andere hingegen haben auf der schönen Terrasse des Hotels gechillt und paar Bier getrunken. Am nächsten Morgen mussten wir dann schweren Herzens Abschied von Dirk nehmen, der sich entschieden hatte, das Pahibo-Lenkrad nicht gegen die Skulls zu tauschen und nach Hause zu fahren. Vorher half er uns aber noch beim Ablegen wieder das Stahlseil in die Höhe zu halten, damit wir mit den Ruderbooten gut herausfahren konnten. Nach 21 Kilometern (bei Km 1747l) erreichten wir auf der slowakischen Seite Moca (auf Ungarisch Dunamocs) für die Mittagspause. Die dortige Gaststätte „Moca Csárda“ bot auf unserer Route mit Abstand die beste Küche und die freundlichste Bedienung. Sie ist sehr zu empfehlen und über Facebook sowie telefonisch unter +421 35 785 1100 erreichbar. Sie liegt direkt an der Donau, hinter dem Damm, an dem der Wien-Budapest Radweg entlangläuft. Wir konnten im schönen Garten unter einem Sonnenschirm bestens speisen und uns ausruhen. Zum Schwimmen fanden Einige von uns vor dem Essen auch ein wenig Zeit und so konnten wir uns ein wenig abgekühlt an den Tisch setzen. Die restlichen 27 Kilometer des Tages konnten wir gut gesättigt und ausgeruht problemlos bewältigen. Unser Ziel an dem Tag war in Esztergom, der früheren Hauptstadt von Ungarn, mit der großen Basilika an der Donau. Die Basilika gilt als die größte Kirche Ungarns und steht auf Platz 18 der größten Kirchen der Welt. Sie ist von der Donau aus bereits von Weitem zu sehen, wie es das Bild zeigt:

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In Esztergom legten wir am Steg des dortigen Ruderclubs (Esztergomi Evezösök Hajós Egylete, Email: esztene@t-online.hu) bei Km 1719,5r an und durften unsere Boote auf deren Gelände abstellen. Es gab einen sehr netten Kontakt zum dortigen Vorsitzenden, Gyözö Mármarosi, der uns auch viele gute Ratschläge für die Weiterfahrt gab. Vielen Dank an dieser Stelle. Unsere Unterkunft im Székely Guesthouse (www.szekelyvendeghaz.com) konnten wir in paar Minuten zu Fuß erreichen, dennoch fuhren die Meisten von uns bequem mit dem Auto. Sicherlich wegen den anstrengenden Ruderkilometern auf der Donau ;-) Nach der Dusche fuhren wir zur Basilika, um etwas Geschichte zu schnuppern - ihre Entstehungsgeschichte reicht bis 1001 zurück – und aus einer anderen Perspektive auf die Donau zu schauen, nämlich weit von oben:

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Unsere nette Privatpension hatte einen sehr schönen Innenhof, wo wir den nächsten Tag mit einem reichhaltigen und leckeren Frühstück begannen. So fiel es uns nicht leicht aufzubrechen aber aufgrund der heißen Temperaturen, die erwartet wurden, war es dennoch ratsam früh loszurudern.

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Nach dem Ablegen kam so starker Wind auf, dass die Hüte unserer Steuerleute im Wasser landeten. Einer der Hüte liegt jetzt nun für immer auf dem ewigen Grund der schönen Donau, den anderen konnten wir noch in der letzten Sekunde vorm Ertrinken retten. Durch den heftigen Gegenwind hatten wir es bald mit schaumgekrönten Wellen zu tun. Diesen konnten wir zunächst ausweichen, indem wir uns knapp am rechten Ufer hielten. Als dann aber die Inselspitze in Sicht kam (Km 1713), die steuerbord bleiben musste, und bald auch die angekündigten Strudel vor dem rechten Donau-Arm bedrohlich brodelten, war es der Umsicht und Erfahrung unseres Steuermannes Matthias zu verdanken, dass wir durch reichlich unruhiges Wasser das rettende Inselufer erreichten, fast ohne Wasser aufgenommen zu haben. Auch für unsere Wanderfahrtneulinge war es eine beachtliche Leistung, in ungewohnter Lage sauber und kraftvoll weiter zu rudern. Besonderes Lob an Schlagmann Rudi! Vor dem Donauknie wird die Landschaft merkbar hügelig und in der Ferne entdeckt man die Burg „Fellegvár“ bei Visegrád oben auf dem gleichnamigen Berg. Bei Km 1695r war unsere Mittagsrast direkt im Ort beim Fähranleger. Zum Glück war gerade kein Fährverkehr, als wir am Kiesstrand daneben anlegten, aber trotzdem mussten wir auf die Wellen durch vorbeifahrende Schiffe achten. Nach einem leckeren Mittagessen im Schatten des Restaurants „Kovács Kert“ fuhr der Großteil der Gruppe hoch zum Fellegvár. Nach Überwinden von einigen Treppen stellten wir fest, dass die Aussicht von dort aus nur gegen die Zahlung von Eintritt möglich war. Nachdem die Aussicht ein paar Kurven tiefer kostenlos war und der Rest der Burg nicht wirklich interessant erschien, fuhren wir zum Parkplatz, von wo aus die Aussicht auf die Donau und das Donauknie wunderbar zu genießen war, wie es das Foto beweist. Und das alles kostenlos und auch ohne Treppensteigen:

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Dann ging es wieder zurück zu den Booten, um unsere Reise fortzusetzen. Wenige Kilometer nach dem Ablegen beginnt die Insel Szentendre, welche auf 38 Kilometer Länge den östlichen Donau-Hauptstrom von dem schmäleren Westarm trennt. Um unser Ziel, den Ort Szentendre nach 52 Ruderkilometern zu erreichen, mussten wir den schmalen Donau-Arm nehmen und hofften auf eine ruhige Fahrt ohne Wellen von der Berufsschifffahrt. Leider hatten wir uns zu früh gefreut. Berufsschifffahrt gab es tatsächlich nicht, aber die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel bei den Ungarn und bei den heißen Temperaturen auch entsprechend stark frequentiert, um der Hitze der Hauptstadt zu entkommen. Deshalb verkehren hier unzählige Motorboote, die teilweise Wasserskifahrer zogen, teils – wie es uns erschien – einfach nur die Damenwelt spazieren fuhren. Die meisten Damen sollten offensichtlich vom Können des Bootsfahrers beeindruckt werden und dementsprechend gaben sie richtig Gas, um uns möglichst schnell und teils auch möglichst nah zu passieren. Vom ruhigen Rudern war dadurch keine Rede mehr. Alle waren höchst konzentriert um in den Wellen noch einigermaßen gut und ohne viel Wasseraufnahme voranzukommen. Zum Glück ist die Insel lang und es gibt auch Uferbereiche mit wenig bzw. keiner Infrastruktur. Dort gibt es allerdings auch keine Sand- oder Kiesbänke, an denen man kurz für eine kleine Abkühlung in der Donau anlegen könnte. So blieb der schwimmwütigen Schreiberin dieser Zeilen nichts anderes übrig als direkt vom dahintreibenden Boot ins Wasser zu springen. Bei 39 Grad Celsius im Schatten eine willkommene Abwechslung. Das hat auch den Vorteil, dass man so sogar mit dem Strom schwimmen kann und wenn man wieder einsteigen möchte, wartet man, bis das Boot vorbeitreibt. Gegen den Strom zu schwimmen gleicht nämlich an manchen Stellen an ein unendliches Bewegen ohne Vorankommen, sobald man sich ein wenig vom Ufer entfernt. Einige Kilometer vor Szentendre wird es wieder unruhiger, die Anzahl der Erholungsuchenden und somit auch die der Motorboote erhöht sich schlagartig. Am Westufer des schmaleren Donauarms liegt die Stadt Szentendre mit ihren barocken Häusern, schmalen Gassen, einigen Künstlern und noch mehr Touristen. Die Stadt ist wirklich sehenswert, alles ist fußläufig zu erreichen und in den vielen Cafés, Bars und Restaurants kann man sehr gemütlich draußen sitzen. Wenn es dunkel wird, werden die Häuser teilweise bunt beleuchtet und auf dem Hauptplatz leuchten die riesigen Lampenschirme, die zwischen den Häusern an einer Schnur in der Luft hängen. In Szentendre blieben wir drei Nächte im Hotel Roz und haben unsere Ausflüge von hier aus unternommen. Das Hotel liegt zwar sehr nahe zur Anlegestelle (bei Km 1670r) und auch zu den Zügen nach Budapest, ist aber trotzdem nicht zu empfehlen, die Qualität der Zimmer – insbesondere der Bäder – ließ zu wünschen übrig und der Besitzer ist zwar übertrieben freundlich, im Grunde aber falsch und hinterlistig. Am nächsten Morgen brachen wir wegen der zu erwartenden Hitze sehr früh auf und ruderten mit Windstille auf einer wirklich ruhigen Donau – die Motorbootfahrer schlafen noch – nach Budapest. Anfangs geht es für einige Kilometer durch den westlichen Donau-Arm. Es kommen weitere Verzweigungen, an denen wir uns immer westlich gehalten haben. Nach einer riesigen Autobahnbrücke über mehrere Donau-Arme erreicht man im Norden von Budapest den Hauptarm. An dieser Stelle reihen sich die Ruderclubs aneinander. Dann geht es an dem sog. Hajógyári-sziget weiter, wo seit mehreren Jahren Anfang August das Inselfestival veranstaltet wird. Da wir aber recht früh unterwegs waren, haben wir keine Musik gehört und auch keine Festivalbesucher am Ufer gesehen. Nach der Árpád-Brücke beginnt die bekannte Margareteninsel, eine autofreie Erholungsoase mitten in der Hauptstadt. Die Insel endet an der Margaretenbrücke und ab dort sieht man alle bekannten Sehenswürdigkeiten, die die Hauptstadt entlang der Donau zu bieten hat: das Parlament, die Kettenbrücke, die Zitadelle und ganz rechts auf dem Bild oben auf dem Berg, die Burg. Ein majestätischer Anblick besonders aus dem Ruderboot, da man sich auf der Donau neben den Passagierschiffen so klein vorkommt. Wir ließen uns auch eine Weile in der Strömung treiben, die Kulisse muss man auf sich wirken lassen. Zudem hatten wir auch noch eine Menge Zeit, weil die Schleuse, die wir rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_27_20170927061712-a7825ee6-me.jpgnach der Rákóczi-Brücke im Süden von Budapest nehmen mussten, um zu unserem Ziel zu gelangen, erst um 11 Uhr Schleusenzeit hatte.

Einen weiterenVorteil hatte das frühe Aufstehen: Es verkehrten nur ganz wenige Schiffe zu der Zeit in der Hauptstadt; sehr angenehm, wenn man ohnehin durch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten abgelenkt ist. Die Einfahrt in die Schleuse hätten wir fast verpasst. Zum Glück hatte aber der Landdienst unsere Steuerfrau angerufen und auf den Abzweig hingewiesen. Die Schleusung dauerte nicht mal 10 Minuten, was wir kaum glauben konnten. Wir nehmen an, dass der Wasserstand der Donau sehr niedrig war, weil der Höhenunterschied vor und nach der Schleuse nur ca. einen knappen Meter betrug. Offiziell wird nur bei einem Wasserstand der Donau von zwischen 2 und 6 Metern geschleust. Danach ging es noch ca. 4 Kilometer an der Csepel-Insel entlang, einer insgesamt 48 Kilometer langen Insel. Der Wind hatte zu dem Zeitpunkt ziemlich aufgefrischt, so dass wir ganz nah am Ufer entlang ruderten. Unser Ziel lag am Ostufer der Kleinen Donau, am „Müegyetemi“ Ruderclub, wo wir eine Woche zuvor den Hänger und eines der Autos stehen gelassen hatten. Wir wurden sehr freundlich empfangen und verluden sofort nach dem Abriggern die Boote. Ein herzliches Dankeschön an die Mitglieder des Ruderclubs, die uns so freundlich aufgenommen haben und die trotz wenigen Platzes unseren Hänger und Auto auf deren Gelände stehen ließen. Nicht weit davon entfernt am Ufer, konnten wir unseren Hunger in einem kleinen Imbiss sehr gut stillen. Die Küche und die Bedienung waren nicht auf so eine große Gruppe vorbereitet, dennoch haben sie alles super hinbekommen. Am nächsten Tag folgte noch eine Stadtbesichtigung in Budapest; dieses Mal aber ohne Ruderboote und dann ging es schon wieder zurück in die Heimat. Alles in allem war es eine sehr gelungene Wanderfahrt, mit herrlichem Wetter und Landschaften und angenehmen Streckenabschnitten, die auch gut in der Zeit zu bewältigen waren. Und unsere Mannschaft hat sehr gut zusammengepasst, wir hatten sehr viel Spaß miteinander und haben eine Menge erlebt. So sind wir unserem entfernten Ziel einen Schritt nähergekommen: eines Tages das Donaudelta mit Ruderbooten zu erreichen.

Chiemseerund an einem Tag im Juli 2017

rvprien.de_gallery_piwigo_data_i_upload_2017_09_03_20170903162549-5d8da705-me.jpg(AF) „Eine Runde rudern“ hat auf dem Chiemsee eine besondere Bedeutung: rund um die Herreninsel, rund um die Fraueninsel, rund um alle Inseln sind beliebte Strecken. Für die etwas größere Runde, einmal um den Chiemsee, braucht man etwas mehr Zeit und die nahmen sich Philipp, Matthias, Eszter, Barbara, Dagny, Eva, Sebastian, Regina, Friedrich und Martin Mitte Juli diesen Jahres. Strahlender Sonnenschein begleitete die Tagestour mit Haselbach und Tollpatsch, die nur durch Pausen am Ostufer in Chieming und in Gollenshausen unterbrochen wurde.

Goldene Ehrennadel für Manfred Löhmann und Bootstaufe von "Helga" im Juli 2017

(EH) Unser Ruderverein wäre ohne Manfred Löhmann sehr wahrscheinlich nicht so, wie wir ihn heute kennen. Der Verein hat ihm sehr viel zu verdanken. Da er die Entscheidung getroffen hat, sich dieses Jahr aus dem aktiven Vorstandsleben zurückzuziehen, haben wir einstimmig beschlossen, zu seiner Ehrung ein kleines Fest zu veranstalten. Am Samstag, den 8. Juli 2017 war es soweit. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein sowie in illustrer Runde haben wir Manfred gebührend feiern können. Der Priener Bürgermeister Jürgen Seifert, der 2. Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster sowie der 3. Bürgermeister und Sportreferent Alfred Schelhas fanden die Zeit mit unseren zahlreich erschienenen Mitglieder zusammen zu feiern. Unser Vorstandsvorsitzender, Martin Aufenanger, hat sich bei Manfred für seine langjährige Tätigkeit im Vorstand in unterschiedlichen Ämtern bedankt und hervorgehoben, dass Manfred dem Verein auch in schwierigen Zeiten immer beistand.

Ehrung für Manfred und Helga Löhmann BLSV Kreisvorsitzender Walter Mayr hat Manfred eine Urkunde und eine Ehrennadel für seine langjährige Tätigkeit überreicht und betont, dass so eine aktive Vereinsrolle nur mit Unterstützung des Partners ermöglicht wird und hat sich bei Manfreds Ehefrau, Helga, bedankt. Nach Manfreds Dankesrede wurde der nagelneue Dreier, der erst eine Stunde vor der Feier geliefert worden war, auf den Namen „Helga“ getauft. Die Namensgeberin war sichtlich gerührt von dieser Geste. Das neue Boot musste natürlich auch gleich im Einsatz ausprobiert werden und so sind zum Abschluss der Feier Helga, Manfred und Martin in Begleitung von einigen ruderfreudigen Mitgliedern zum Rudern aufgebrochen und haben das neue Ruderboot „Helga“ und die neuen Skulls eingeweiht. Insgesamt war es ein sehr gelungenes Fest und wir danken den drei Bürgermeistern und dem BLSV-Kreisvorsitzendem sowie unseren vielen Mitgliedern für ihr Beisein und natürlich Manfred und Helga für ihre langjährige Vereinstätigkeit.

Meine erste Chiemsee – Wanderfahrt

Seit einem Jahr bin ich Neuprienerin und rudere in der Dienstagsgruppe bei Regina und Friedrich. Um andere Vereinsmitglieder kennen zu lernen, meldete ich mich kurzerhand zu einer kleinen Wanderfahrt an, der Chieming – Wanderfahrt am 30.06./01.07. 2017. Diese wird jedes Jahr von Brigitte und Christoph Duglos und Ute Weixelbaum organsiert. Ich war sehr neugierig und in freudiger Erwartung an dieser Wanderfahrt teilzunehmen. Am Freitag ging es dann los. Zunächst machte ich mich aber einmal mit den anderen Teilnehmern bekannt, mit Brigitte und Christoph, meiner Namensvetterin Ute, mit Lorenz (o), mit Anja und Dagny, mit Regine und Philipp, Regina und Friedrich kannte ich ja schon. Ich fühlte mich sofort sehr wohl. Pünktlich mit dem Eintreffen aller Teilnehmer öffnete Petrus allerdings seine Schleusen und dessen nicht genug, er schimpfte mal wieder die Menschheit mit Blitz und Donner. Sogleich wurden die unterschiedlichsten Wetter-Apps befragt, jede App sagte etwas anderes. Wir entschieden uns für die App, die sagte, dass das Gewitter nach ca. 30 Minuten durchgezogen ist und begannen das erste Boot fertig zu machen. Als es nach 30 Minuten noch immer stark regnete, beschlossen Lorenz (o) und ich die ersten 3000 km auf dem Ruderergometer zurück zu legen. Kurz, bevor es anstrengend wurde, gingen wir wieder zu den anderen, um zu erfahren, dass die Ruderwanderfahrt jetzt zu einer Autowanderfahrt nach Chieming gewandelt wird, um den geselligen Abend im „Al dente“ in Chieming wie geplant zu verbringen. Gesagt, getan, das Boot wurde wieder aufgeräumt, alle auf verschiedene Autos aufgeteilt und auf ging es nach Chieming zu Brigitte und Christoph und zu Ute. Alle bezogen Quartier bei den Dreien und wir hatten einen sehr schönen Abend im „Al Dente“. Dazu kamen noch Martin&Barbara, Johannes, Barbara und Sebastian, Wolfgang&Assunta, Gudrun, ebenfalls auf Autowanderfahrt. Der Abend fand seinen Abschluss bei Brigitte und Christoph. Hier hörte ich schöne Geschichten zum Beispiel von der letzten Gardalonga, die offensichtlich ein tolles Ereignis war und zwar bis zur Ausreichung der Essensgutscheine, ab hier lief es wohl ein wenig schief, und auch die Geschichte vom Grappa wurde zum Besten gegeben. Dieser wurde dann auch ausgeschenkt, Lorenz (o) sprach von einer Tradition, und er war sehr lecker… Chiemsee WanderfahrtAm nächsten Morgen wurden wir von Brigitte, Christoph und Ute mit einem tollen Frühstück verwöhnt. Der Blick zum Himmel sagte uns, es lohnt sich nach Prien zu fahren und einen neuen Versuch zu wagen zu rudern. So wurde es dann auch gemacht und als wir ankamen, warteten bereits die anderen, die am Freitag wieder nach Hause fuhren, auf uns. Petrus zeigte sein Ruderherz, die Sonne lachte, es war zwar etwas windig, aber nicht unmöglich zu rudern. Ziel war Gollenshausen, das Seehäusl. Drei Boote wurden zu Wasser gelassen und los ging es. Die Wellen waren zum Teil eine Herausforderung, aber nicht für den erfahrenen Chiemseeruderer. Ich hatte dagegen mehr Schwierigkeiten auf die manchmal sehr schnell wechselnden Bedingungen zu reagieren. Mein Heimatrevier, die Elbe in Dresden, ist zwar auch nicht einfach zu rudern, aber doch anders, ein Fluss eben. Der lange Abend steckte mir noch in den Knochen, der Grappa im Blut (Lorenz (o) verdaut Grappa offensichtlich besser als ich) und so beschloss ich auf der Rückfahrt einen Steuersitz einzunehmen. Gegen 14:00 Uhr waren wir wieder in Prien und so fand meine erste Chiemseewanderfahrt ihr Ende. Es war ein tolles Event, das Petrus mit seinen Kapriolen nicht sprengen konnte. Herzlichen Dank an Brigitte, Christoph, Ute und Anja für die super Organisation. Im August bin ich wieder dabei und dann wird nach Chieming gerudert. Ich versuche einfach meine alten Kontakte zu Petrus spielen zu lassen.

Ute Günther

Welfenregatta Kaufering

(EH) Nur eine knappe Woche nach dem Herrschinger Triangel fand am Samstag, den 27. Mai 2017, die dritte Regatta der Voralpen-Vierer Serie, die Welfenregatta, statt. Sie wurde vom Ruder Club am Lech Kaufering ausgerichtet und ging über eine Distanz von 6 Kilometern mit einer Wende vor der Staustufe auf dem Lech. Es gab jeweils ein Rennen für die Nachwuchsklassen der Schüler und Junioren. Die 23 Boote der Erwachsenen wurden in zwei Rennen gestartet. Der Start erfolgte fliegend mit einer Minute Abstand. Welfenregatta Dieses Mal hatten wir aus Prien zwei Boote im Erwachsenenfeld im Rennen; für ein drittes Boot fehlten leider zwei Ruderer. Die Rennen starteten mittags zunächst mit den Nachwuchsklassen; ab 13:30 Uhr waren die Erwachsenen dran. An diesem Tag war in Deutschland der Sommer ausgebrochen und zwar mit richtig heißen Temperaturen, so dass die 6 Kilometer doch eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit wurden. Erst einmal ging es um 11 Uhr mit der Obmannbesprechung los, bei der unsere beiden Bootsobmänner wichtige Informationen zum Rennen sowie die Startunterlagen erhielten. Die anderen suchten sich ein schattiges Plätzchen und stärkten sich mit einem zweiten Frühstück. Nachdem die Boote angekommen waren, ging es an die Arbeit mit Boote abladen und aufriggern. Der Lausbub, das Boot der zweiten Mannschaft, wurde noch schnell von unserem Bootswart Klaus mit paar Nägeln fahrbereit gemacht, was die Konkurrenz mit einem leichten Schmunzeln wahrnahm. Unsere erste Mannschaft startete bereits im ersten Rennen, so konnte die zweite Mannschaft zuschauen und anfeuern. Nach Ende des ersten Rennens ging es am Bootssteg recht hektisch zu, da manche Mannschaften das Boot wechseln und manche Mannschaften des zweiten Rennens ihre Boote zur Wasser lassen mussten. So waren schon mal einige Minuten Wartezeiten drin, bis es eine freie Lücke am Bootssteg gab. Aber letztendlich hat alles geklappt. Alle Mannschaften des zweiten Rennens kamen rechtzeitig ins Wasser, konnten sich bis zum Start ein wenig einrudern und zum Start aufstellen. Danach ging es recht schnell bis zum Start und danach hieß es rudern, rudern und nochmals rudern. Schon nach den ersten Metern zeigte sich, dass die heißen Temperaturen von den Ruderern Einiges abverlangten und dass das Durchhalten auf der gesamten Strecke anstrengend sein würde. Direkt nach der Wende kam auch ein ziemlich starker Gegenwind auf, was das Vorankommen nochmals erschwerte. Der letzte Kilometer wollte irgendwie gar nicht aufhören aber kurz vor dem Zieleinlauf, als die Zuschauer die Strecke einsehen konnten, feuerte uns unsere erste Mannschaft kräftig an. Das kam genau im richtigen Augenblick und konnte vor allem die restlichen Energien aktivieren, so dass wir dann doch noch das Ziel erreichten. Wir waren dann allerdings so fertig, dass wir direkt den Steg ansteuerten und uns nach Herausholen des Bootes in den Schatten setzten, zum Erholen. Derweil hatten diejenigen, die sich bereits erholt hatten mit Abriggern und Verladen der Boote begonnen und dann ging es zum Stärken ins Bootshaus, wo wir mit Würstchen, Quiche, Kuchen und diversen Getränken versorgt wurden. Die Siegerehrung fand anschließend mit musikalischer Untermalung einer Jazzband statt. Bei den Ergebnissen zeigte sich sehr deutlich, dass die Besetzung der Boote mit Frauen und/oder Männern eine entscheidende Auswirkung auf die Platzierung hatte. Die Platzierung erfolgte nach dem Welser Berechnungssystem, wonach Zeitgutschriften für ältere Starter und für jede Frau im Boot vergeben werden. So landeten auf den ersten beiden Plätzen reine Frauenboote. Gewonnen hat der Münchener Ruder- und Segelverein Bayern vom Starnberger See mit einer berechneten Zeit von 23:10 Minuten. Allerdings lag die gefahrene Zeit mit 28:33 Minuten auf dem 17. Platz. Mit einer berechneten Zeit von 23:43 Minuten wurde der TSV Herrsching Zweiter, deren gefahrene Zeit mit 29:40 Minuten die drittlangsamste war, Platz 21 von insgesamt 23 Booten. Platz 3 ging an die Herrenmannschaft des Münchener Ruder- und Segelvereins mit einer berechneten Zeit von 23:46 Minuten (gefahrene Zeit mit 25:18 Minuten die drittschnellste). Boot 8 von den Gastgebern Ruder Club am Lech Kaufering war eine reine Herrenmannschaft und erzielte mit 23:53 Minuten die schnellste gefahrene Zeit, landete aber damit auf dem vierten Platz. Das Frauenboot des Schleißheimer RCs wurde mit einer berechneten Zeit von 24:03 Minuten Fünfte. In diesem starken Feld war der sechste Platz von unserem Boot Prien 1 (Michi B., Dagny R., Sylvia S., Gregor J. und Stm. Lutz Z.) mit einer berechneten Zeit von 24:10,7 Minuten eine herausragende Leistung, über die sich alle anwesenden Priener Ruderer sehr gefreut haben. Auch die gefahrene Zeit war unter der ersten zehn mit 27:22 Minuten. Unser Boot Prien 2 (Sebastian L., Klaus W., Eva Sch., Eszter H. und Stm. Matthias K.) erreichte mit einer berechneten Zeit von 26:02 Minuten den 20. Platz. Die gefahrene Zeit lag bei 29:07 Minuten. Dafür hat unser Boot 2 bei der Wertung „der lässigste Steuermann“ den ersten Platz im Gesamtfeld erreicht, wie das Bild hier beweist. Einen herzlichen Dank an die Organisatoren und Helfer des Ruder Clubs am Lech Kaufering und an die vielen begeisterten und gut gelaunten Ruderer des RV Prien, die trotz der heißen Temperaturen einen kühlen Kopf bewahrt und die Regatta erfolgreich gemeistert haben.

Herrschinger Triangel

Am Sonntag, den 21. Mai, fand die zweite Regatta der Voralpen-Vierer Serie 2017 (Inn-Beaver Race, Herrschinger Triangel, Welfenregatta und Prienathon), der 4. Herrschinger Triangel statt. Es musste dabei eine Strecke von 6 Kilometer mit 2 Wenden am Ammersee absolviert werden, was dann die Form eines Dreicks entspricht. Zudem ist das Feld in zwei Rennen aufgeteilt, die mit einer Stunde Abstand hintereinander gestartet wird, somit konnten manche Ruderer zweimal starten und auch die Boote zweimal benutzt werden. Diese Teilung haben wir auch genutzt und haben somit insgesamt 4 Teams in den Rennen gehabt, davon eine reine Jugendmannschaft und 3 Erwachsenenmannschaften. Die Wertung der beiden Rennen für die Erwachsenen erfolgte zusammen, die Jugendmannschaften wurden separat gewertet.

Das erste Rennen ging schon 9:40 Uhr morgens los und so mussten wir aus Prien bereits sehr früh aufbrechen. Treffpunkt war in aller herrgottsfrühe um 5:30 Uhr in Prien, so war es auch nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer, die nur in Rennen 2 gestartet sind, noch etwas länger ausschlafen wollten und später nachgekommen sind. Die Mannschaften trudelten um 7:30 Uhr bereits ein, wo wir dann mit Butterbrezen und Kaffee vom Organisator TSV Herrsching erwartet worden sind. Nach der kleinen Stärkung ging es mit Aufriggern der Boote los. Dann folgte die Obmannbesprechung und im Anschluss daran wurden die Boote eingesetzt. Um zum Startpunkt am Kurparkschloss in Herrsching zu kommen, mussten wir vom Gelände des Ruderklubs ungefähr noch 2 Kilometer rudern, was wir sehr gut zum Einrudern und Aufwärmen nutzen konnten. Im Startbereich angekommen mussten wir noch einige Minuten warten, bis die Boote nach Startnummern in jeweils eine Minute Abstand gestartet wurden. Da das Wetter zum Glück nicht die Vorhersage gefolgt ist, sondern statt paar Regentropfen uns mit einigen Sonnenstrahlen erfreute, fiel das Warten auch nicht schwer. Im ersten Rennen sind so zwölf Boote fliegend nacheinander gestartet, von dem zwei Boote mit den Startnummer 7 und 8 mit unseren Mannschaften aus Prien besetzt waren. Nach Ende des ersten Rennens erfolgte dann direkt am Kurparkschloss die Neubesetzung der Boote. Unsere Jugendmannschaft hat den Hasselbach übernommen und eine komplett neu zusammengestellte Erwachsenenmannschaft (Prien 4) die Lausdirndl II. Zwei Ruderer aus der Mannschaft Prien 4 haben die zwei Boote im ersten Rennen gesteuert, zwei Ruderer kamen – ausgeschlafen – und frisch dazu und der Steuermann hat im Rennen 1 im Boot Prien 2 gerudert.

Mit vier Mannschaften in einem Gesamtfeld von 23 Booten haben wir unseren zwei Boote optimal genutzt und bildeten die zahlenmäßig zweitstärkste Mannschaft nach den einheimischen Herrschinger Ruderern, die insgesamt fünf Boote in den Rennen hatten.

Die beiden Rennen wurden bei der Auswertung der Ergebnisse zusammengezogen, damit ergab es eine Erwachsenenwertung mit 20 Mannschaften und eine Jugendwertung mit 3 Mannschaften.

Bei der Jugend hat unsere Priener Mannschaft im Hasselbach mit Lukas Sch., Michi S., Maxi B., Sebastian S. und Stfr. Amelie K. eine herausragende Leistung gezeigt und mit 25:04 Minuten die schnellste Zeit von allen Jugendmannschaften erzielt. Damit hat die Priener Jugend den ersten Platz bei den Jugendmannschaften belegt. Der zweite Platz ging an die Rosenheimer Jugendmannschaft und Dritte wurde die Jugend vom SC Riederau. Die von der Priener Jugendmannschaft geruderte Zeit war die fünftschnellste im Gesamtfeld von 23 Booten und die schnellste Zeit von allen vier Priener Booten. Gratulation an unsere Jugend für dieses hervorragende Ergebnis.

In der Erwachsenenwertung hat unsere Rennmannschaft in Boot 1 (Georg M., Dagny R., Sylvia S., Gregor J. und Stm. Lutz Z.) nach genau 26:01 Minuten das Ziel erreicht und belegte mit einer berechneten Zeit von 22:28 Min. den fünften Platz. Unser Boot 4 mit Lutz Z., Michi B., Eszter H., Holger W. und Stm. Sebastian L., das ein Tag vorm Meldeschluss von Lutz zusammengestellt worden ist und einmal vor dem Rennen zusammen trainiert hat, hat das Ziel nach 25:49 Minuten erreicht und kam mit einer berechneten Zeit von 23:54 Minuten auf Platz 11. Nur 1 Sekunde schneller wäre der zehnte Platz drin gewesen. Das Boot 2 (Sebastian L., Klaus W., Anette Sch., Eva Sch. und Stfr. Eszter H.) brauchte 26:56 Minuten ins Ziel und erzielte mit einer berechneten Zeit von 23:59 Minuten Platz 13 von 20. Dass es nicht Platz 12 letztendlich geworden ist, lag an der Steuerfrau, die nach Erreichen der Zielboje bereits die Mannschaft erlöste und zum erholsamen Rudern aufgefordert hat, nicht wissend, dass die Zeitmessung erst mit Ertönen eines Signals von der Rennleitung beendet wird. Das Signal kam ca. 2 Sekunden später und genau eine Sekunde fehlte uns nach der Berechnung auf die Mannschaft von RC Vilshofen, die den zwölften Platz belegte.

Auch an den ersten beiden Plätzen gab es ein Kopf an Kopf Rennen, da der Abstand nach Berechnung ebenfalls nur eine Sekunde betrug. Platz 1 ging an die erste Mannschaft des RSC Rosenheim mit 21:51 Minuten, Platz 2 wurde von der Kauferinger Mannschaft (RC Lech) mit 21:52 Minuten belegt. Die Kauferinger erzielten die schnellste gefahrene Zeit in der Gesamtwertung mit 23:53 Minuten, während die Rosenheimer Damenmannschaft die sechstschnellste Zeit mit 25:19 Minuten erreichte. Der TSV Herrsching mit Boot 3 kam auf Platz 3 und der vierte Platz ging an das RC Riedenau. Vielen Dank an den TSV Herrsching für die erstklassige Organisation und die gelungene Absprache mit Petrus bezüglich des Wetters J

Anrudern 2017

(AF) Bei strahlendem Sonnenschein fand am 1. Mai 2017 das jährliche Anrudern statt. Das tolle Wetter lockte viele Mitglieder aufs Wasser, so dass wir tatsächlich alle 4er (Tollpatsch, Lausbub, Lausdirndl, Giselher, Circe, Haselbach) und die Simssee mit insgesamt 32 Ruderern und Steuerleuten „ausführen“ konnten. Traditionell ging es für eine Brotzeit nach Gollenshausen ins Seehäusl. Eine Sturmvorwarnung mahnte dann zum eiligen Aufbruch, so dass die Rückfahrt trotz vollem Bauch recht zügig von statten ging. Wind und Wellengang machten den Ausflug nach der Kreuzkapelle rudertechnisch noch etwas anspruchsvoll, aber dank des guten Timings auch keine Probleme. Wir freuen uns über den gelungenen offiziellen Start in eine neue Rudersaison.

Mein erstes Mal Gardacorta

Diesen Sonntag (14.05.2017) war es wieder soweit. Auf dem welligen Gardasee fand die Gardalonga statt. Da wir das Urlaubsfeeling des Kurztrips an den Gardasee nicht völlig vernachlässigen wollten, haben wir uns für die Gardacorta entschieden. Am Mittwoch Abend davor hieß es Circe auf den Hänger laden. Trotz im Vorfeld aus dem Teilnehmerkreis verschiedentlich geäußerter Bedenken verlief das Be- und Entladen der Circe in Prien und Italien ziemlich problemlos. Die Circe ist nicht so übermäßig schwer, aber ein wenig sperrig. Was man zum Laden braucht ist 1) einen vorher mit allen Helfern abgestimmten Plan über die richtige Technik zum Laden 2) Ruhe und Gelassenheit bei der Ausführung und 3) einen muskelbepackten Italiener mit Six-Pack und nacktem Oberkörper (der kein Wort Englisch oder Deutsch konnte, aber am Sonntag mit seinem Kajak eine hervorragende Platzierung geschafft hat). Das einzige Problem beim Abladen vor Ort war, dass sich unsere teilnehmende Damenwelt nur schwer auf die vereinbarte Abladetechnik konzentrieren konnte :)

Regina und Friedrich waren die Vorhut und bereits am Donnerstag vor Ort, während Ulrike und Matthias sowie Rainer den Montag noch dranhängten. Die Boote einschließlich Steuermann Elias und Fanclub Clara und Monika trafen am Freitag Abend in Toscolano Maderno ein. Untergebracht waren wir in einen schnuckeligen Hotel Belvedere, zwar nicht ganz in Strandnähe, sondern weiter oben am Hang gelegen, dafür aber mit schönem Blick über den See, gutem Essen und Flair. Eine gute Wahl, wie alle Beteiligten bestätigten. Das Wetter am Samstag und Sonntag war von vorne bis hinten ein Traum mit Sonne und 22 Grad. Während der Samstag Gardasee-üblich wellig war, war das Wasser bei der Gardacorta selbst erstaunlich ruhig und gut zu rudern. Dank eines zusätzlich mitgebrachten Zweiers konnten am Samstag auch Ulrike, Monika und Rainer aufs Wasser gehen. Die Gardacorta-Mannschaft auf der Circe bestand am Sonntag aus Steuermann Elias, Schlagmann Matthias, Bootsobmann Friedrich sowie aus Regina und mir. Einziges Ziel: beim Start rechtzeitig dabei zu sein. Um es vorwegzunehmen: dieses Ziel wurde erreicht. Die Mühldorfer waren ebenfalls mit einem Holzvierer vertreten, ruderten allerdings die Gardalonga. Auf der Circe lief es die ersten zwei Drittel der Strecke gut und so konnten wir die Mühldorfer bis zur Gardacorta-Wendeboje durchgehend um eine Bootslänge auf Distanz halten. Nach der Boje steuerte Elias die Circe nach den professionellen Anweisungen von Friedrich souverän durch den Gegenverkehr.

Es war nun noch das letzte Drittel der Strecke zu schaffen. Doch plötzlich: der Schock! Die Schrauben der Dollenhalterung von Friedrich’s Backbord-Skull lösten sich und fielen großenteils ins Wasser. Die Dolle rutsche am Skull entlang nach vorne. Drei Sekunden Schock-Starre. Dann Friedrich Skulls einholen und mit 6 Skulls weiterrudern. Friedrich hätte eigentlich jetzt genüsslich den Einpeitscher geben können, ohne sich selbst groß anstrengen zu müssen. Aber nach 5 Schlägen die rettenden Idee von Matthias: versuch es mit einem Skull. Und siehe da: es klappte ganz gut, ohne dass die Circe groß den Kurs änderte. Friedrich ist jetzt wahrlich Spezialist im Ein-Skull-Rudern. Etwas langsamer und mit Konzentration auf einen sauberen Ruderschlag schafften wir den Rest der Strecke mit 7 Skulls. Zeit: 1 h 27 min. Dann die Überraschung bei der Platzierung: von über 30 bei der Gardacorta teilnehmenden Booten über alle Bootsklassen: 4. Platz !! Nur drei kleinere Boote (wohl vorwiegend Kajaks) waren schneller mit 1 h 22 min (1. Platz) und zweimal 1 h 24 min (2. und 3. Platz). 4. Platz trotz Materialermüdung! Wir waren zurückhaltend formuliert positiv überrascht.

Mein Fazit: Wenn das Handling außerhalb des Wassers richtig gemacht wird, ist die Circe ein super Boot, mit dem das Rudern insbesondere auf wellenreichem Gewässer Spaß macht und das trotz seiner Panzerkreuzerqualitäten erlaubte, die Mühldorfer auf den ersten 6 Kilometern auf Distanz zu halten (dass diese die Gardalonga ruderten, verschweigen wir an dieser Stelle natürlich). Außerdem war die Circe auf der Liegewiese sicher das am meisten fotografierte Boot (vielleicht mit Ausnahme der Gondoliere). Das ganze Wochenende war ein Traum und fühlt sich noch an, als hätten wir eine ganze Woche Urlaub gemacht. Hier nochmals unser Dank an den Wettergott.

Herzlichen Dank auch an Klaus, Biggi und Christoph, die beim Aufladen am Mittwoch Abend geholfen haben.

Lorenz P.

PS: Den Slipwagen der Circe mitzunehmen, war eine gute Idee. Das Wassern und Auswassern am Strand war damit ohne Probleme möglich.

Auftakt zum Voralpen-Vierer

(EH/AF) Die erste Regatta der Voralpen-Vierer Serie 2017 (Inn-Beaver-Race, Ammersee-Triangel, Welfenregatta und Prienathon), das Inn-Beaver-Race wurde am 29. April vom PSV Mühldorf ausgerichtet. Es galt eine Strecke von insgesamt 10 Kilometern inkl. einer Wendeboje zu bewältigen. Zum Glück hatte sich das Wetter gnädig gezeigt, denn der Schneeregen vom Vortag hatte in der Nacht nachgelassen und die Sonne kam sogar raus, wenn auch bei recht kalten Temperaturen.

Unser Verein nahm an der Regatta mit drei Booten teil und somit bildeten wir bei den Erwachsenen mit einem Feld von 13 Booten zahlenmäßig die stärkste Mannschaft. Unser erstes Boot (mit Michael B., Lutz Z., Gregor J., Georg M., Stfr. Dagny R.) erzielte die drittschnellste gefahrene Zeit und erreichte mit einer berechneten Zeit von 0:44:14 Platz 5. Boot 2 wurde neunter und unser drittes Boot kam auf den elften Platz. Dieses Mal waren die Kauferinger (RC Lech) am besten vorbereitet und konnten sich mit der schnellsten gefahrenen sowie berechneten Zeit den ersten Platz sichern. Gefolgt wurden sie auf den Plätzen 2 und 3 vom RSC Rosenheim. Platz 4 ging an den Vilshofener RC. Vielen Dank an den PSV Mühldorf für die Organisation einer tollen Veranstaltung.

Gardalonga 2016

Gardalonga 2016 Gardalonga 2016 oder die Bedeutung von Auftriebskörpern Nach zwei Jahren Pause schloss sich heuer wieder eine Gruppe von 14 Vereinsmitgliedern zusammen, um an der Regatta auf dem Gardasee teilzunehmen. Es galt, wahlweise eine Strecke von 12 bzw. 24 km zu bewältigen – in bunter Mischung zwischen Drachenbooten, Kajaks, Kanus und Gondeln – eben allem, was mit Muskelkraft betrieben werden kann. Nach dem Quartierbezug in Toscolano verbrachten wir einen schönen Einstimmungsabend auf der Terrasse einer Pizzeria in Maderno, dessen Hafen auch der Start sein sollte. Am nächsten Morgen ruderten wir eine Probefahrt hinüber nach Salo´, wo man anlegte und den dortigen Markt besuchte. Das Rudern in diesen doch etwas welligeren Gewässern mit unseren „normalen“ Gig-Booten ist durchaus eine Herausforderung. Der neu angeschaffte, ausschließlich aus Spenden finanzierte wellentaugliche Vierer „Circe“ kam hier zu seinem ersten sinnvollen Einsatz, pflügte gleichmäßig durch Fähren- und Motorbootwellen, ohne dass die Insassen mit dem doch noch recht kühlen Wasser allzu große Bekanntschaft machen mussten.

Aber jeder Tag ist anders, und so erwartete uns am Regattatag nicht nur eine frische Brise, sondern auch höheres Bootsaufkommen – aber leider auch von allem, was Motoren hat. Und diesmal schaffte es einer unserer Gig-Vierer nicht bis Salo‘; eine erste Kreuzwelle vernichtete die Bug-Abdeckung, eine zweite, direkt nachfolgende, schwappte mit Rauschen ins Boot. Das wars. Wir waren vollgelaufen. Ohne die unter den Rollbahnen eingelegten 8 Auftriebskörper wäre das Boot gesunken wie ein Stein. So waren wir zwar jetzt manövrierunfähig, saßen aber immerhin noch im Boot – wenn auch je nach Gewicht und Position bis zur Taille bzw. bis unter die Achseln im kalten Wasser. Gottseidank reagierte eins der Begleitboote auf unser Winken und schleppte uns in die nächste Bucht. Vier erfahrene Ruderer kamen ohne nennenswerte Blessuren nur deshalb davon, weil sie das Boot mit den Auftriebskörpern bestückt und Ruhe bewahrt hatten. Die anderen beiden Boote kamen unbeschadet im Ziel an. Die begehrten Gardalonga-T-Shirts, Lohn für alle gestarteten Teilnehmer, wurden bei der Heimreise teilweise schon eingeweiht.

Weitere Berichte

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